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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 21:21 Uhr

Straßenbau : Teuer: Kupfer im Klärschlamm

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss empfiehlt Sanierung Straße Karlsminde / Klärschlamm-Entsorgung kostet rund 200 000 Euro

Waabs | Die Straße nach Karlsminde soll nach dem Willen der Waabser Gemeindegremien saniert werden. Bevor aber eine detaillierte Planung begonnen werden kann, müssen die Besitzer von zahlreichen Flurstücken im Verlauf der Straße ermittelt sein und Flurstücke in das Grundbuch der Gemeinde eingebucht werden. Um die Eigentümer zu finden, hat das Amt Schlei-Ostsee über das Amtsgericht eine Veröffentlichung und Anliegeranhörung zum Einbuchungsverfahren der als „Nicht ermittelte Eigentümer“ erkannten Flächen veranlasst. Derzeit gebe es keine Anzeichen dafür, das Dritte Ansprüche auf Flurstücke erheben, informierte Jan Andresen aus der Bauabteilung. Hier müsse aber eine Frist abgewartet werden, wie Heinz Haller, Vorsitzender des Bau-, Planungs-, Wege- und Umweltausschusses berichtete. Parallel dazu laufen Gespräche mit einem Vermessungsbüro, um die extrem diffuse Flurstücklage zu erfassen. Dabei werde nach Wegen gesucht, die bisher grob geschätzten Kosten von rund 30  000 Euro zu reduzieren. Die Klärung der Eigentumsverhältnisse soll für Rechtssicherheit sorgen und ermöglicht erst die Beantragung von Fördermitteln.„Die Grundstücksklärung bringt uns ein gutes Stück weiter“, sagte Haller zufrieden. Der Ausschuss empfahl einstimmig, wie beschrieben fortzufahren und zugleich einen Förderantrag zum Straßenausbau beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und Ländliche Räume zu stellen, um zweigleisig zu fahren.

Mit einer Gegenstimme empfahl der Ausschuss den Wunsch von Anliegern im Bereich der Siedlung Hohlgrund nach einem Tempolimit für die L 26 zu befürworten. Sie hatten dies gefordert, da trotz der erlaubten 60 Stundenkilometer das Abbiegen und das Wechseln der Straßenseite in der Kurve extrem gefährlich sei.

Die Freiwillige Feuerwehr stellt den Antrag, eine Garage und zusätzlichen Stauraum für die Unterbringung eines Jugendfeuerwehrfahrzeugs sowie von Bänken, Tischen und Zelten am Gerätehaus zu realisieren. Das Fahrzeug stehe derzeit im FlaRak-Gelände, das Mobiliar in der Fahrzeughalle, wo es aber nicht gelagert werden dürfe, erläuterte Wehrführer Nis Juhl. Der Ausschuss beschloss einen Ortstermin mit Beteiligung der Fraktionen, des Wehrführers und eines Mitarbeiters der Bauverwaltung. Dabei soll auch geklärt werden, ob und wenn ja, welche zusätzlichen Arbeiten für Versorgungsleitung nötig sind, wie Haller betonte. Zugleich wies er darauf hin, dass für die Unterbringung von zwingend notwendigen Einsatzfahrzeugen bestimmte Bedingungen erfüllt sein müssten. Juhl betonte, dass das Jugendfeuerwehrfahrzeug kein Einsatzfahrzeug sei, wenngleich es für nachrückende Kameraden zu Einsätzen gerne genutzt werde.

Neu vorgestellt wurde die dritte Änderung des vorhabenbezogenen B-Plans Nummer 24 „Waterblick“. Oliver Kühle vom Büro B2K erläuterte die Änderungen gegenüber dem Entwurf, der bei der letzten Sitzung des Bauausschusses abgelehnt wurde. Danach wurde die überbaubare Fläche auf dem Grundstück um gut die Hälfte reduziert. Zugleich sank die Grundflächenzahl von 0,3 auf 0,25, erklärte er. Schließlich wurde die maximale Bauhöhe des Gebäudes auf 22,9 Meter über NN festgelegt. Das entspricht einer Firsthöhe von rund 8.50 Meter gegenüber 9 Meter in der alten Planung. Der Bauausschuss empfahl den Entwurf einstimmig. Zugleich wurde ein Entwurfs- und Durchführungsvertrag, der mit dem Vorhabenträger abgeschlossen wird, empfohlen.

Klärschlamm entsorgen kostet Geld. Wenn das Material aufgrund Kupferbelastung nur thermisch entsorgt werden kann, dann wird es richtig teuer, wie Ausschussvorsitzender Haller feststellte. Der Ausschuss empfahl einstimmig in 2017 für 200  000 Euro Klärschlamm aus dem Teich I der örtlichen Kläranlage zu entfernen und zu verwerten. Dies geschieht erstmals. Darüber hinaus soll die Gemeindevertretung 2020 festlegen, wann der Rest des Schlammes entsorgt wird. Ab 2018 sollen jährlich 10  000 Euro in eine Rücklage für die Entschlammung eingebracht werden. Würde man jetzt den gesamten Klärschlamm entfernen und entsorgen, müsse mit mindestens 300  000 bis 400  000 Euro gerechnet werden, hatte die Amtsverwaltung geschätzt. Durch die Aufteilung sei mit einer moderaten Abwassergebührenerhöhung von 0,65 Euro je Kubikmeter zu rechnen. Im Klärwerk soll für 7500 Euro eine neue Teichbelüftung installiert werden. Außerdem wird die Pumpenstation Ludwigsburg modernisiert.

Freie Hand hat der Bürgermeister bei der Vergabe von Straßenunterhaltungsarbeiten, vor allem, um Banketten zu pflegen.

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erstellt am 10.Sep.2016 | 06:30 Uhr

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