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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 09:20 Uhr

Konferenz : Strategie für die Zukunft des Kreises

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung tagen in Rendsburg

„Zukunftskonferenz“ steht auf der Einladung, die Kai Lass an Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung verschickt hat. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) bittet am 3. November ins Schauburg-Filmtheater nach Rendsburg. Von 9 bis 14.30 Uhr geht es um „R.E. 2030“ – die Strategie, die dem Kreis Rendsburg-Eckernförde den Weg zu einer modernen und erfolgreichen Zukunft ebnen soll. Zumindest in Sachen Kommunikation ist man schon jetzt modern: Thomas Losse-Müller, Chef der Kieler Staatskanzlei, ist zwar terminlich verhindert, spricht aber dennoch das Grußwort: Seine digital aufgezeichnete Botschaft wird über die Kinoleinwand flimmern.

Es ist die zweite Zukunftskonferenz, die Lass gemeinsam mit Mitarbeiterin Nikola Kluck im Auftrag der Kreisverwaltung vorbereitet. Die erste fand im Juni vergangenen Jahres statt und arbeitete die Haupthandlungsfelder heraus, denen man sich widmen will: Tourismus, Wirtschaft und Lebensqualität. In Workshops wurde definiert, welche Fortschritte erzielt werden sollten. Ein Beispiel: Im Gegensatz zu anderen Regionen des Landes fehlt für den Kreis Rendsburg-Eckernförde eine Dachmarke, die man in der Werbung nutzen kann. Das machen andere besser: Schleswig wirbt mit der Dachmarke „Ostseefjord Schlei“, eine Gemeinde wie Timmendorf mit der Marke „ Lübecker Bucht“.

Allerdings ist dies auch ein Beispiel dafür, wie schwer es werden dürfte, gemeinsame Nenner zu finden. „Die Größe unseres Kreises ist das Problem, alles ist sehr heterogen“, sagt Nikola Kluck. Das bedeutet: Für zwei völlig verschiedene touristische Destinationen wie etwa Rendsburg und Eckernförde lässt sich nur sehr schwer eine gemeinsame Dachmarke finden. Deswegen wird die „Markenbildung auf Kreisebene“ als langfristiges Ziel eingestuft. Weitaus schneller dürften andere, von den Workshops herausgearbeitete Projekte realisiert werden: So gibt es noch immer keine Datenbank, die Unternehmer bei der kreisweiten Suche nach Gewerbegrundstücken unterstützt.

Die zweite Auflage der Zukunftskonferenz soll prüfen, was machbar ist – und anschließend in Aktionsgruppen konkrete Projekte vorschlagen. Bis zum April wird diese Phase dauern, dann will Kai Lass mit der Kreispolitik ins Gespräch kommen, denn manches Anliegen dürfte sich ohne finanzielle Hilfe der Steuerzahler nicht realisieren lassen. Einen Erfolg könne man schon jetzt verbuchen, betont der Geschäftsführer: Die gemeinsame Arbeit an der Zukunft des Kreises sei modernes Networking. Man kommt miteinander ins Gespräch, lernt voneinander und muss somit das Rad nicht in jedem Dorf neu erfinden.

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erstellt am 19.Okt.2016 | 06:29 Uhr

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