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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 05:03 Uhr

BauvorhABEN : Startschuss für Neues Wohnen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ausschuss empfiehlt B-Planaufstellung für Baugebiet Büsenteich und Erweiterung des Wohnmobilplatzes

Damp | Der Startschuss für ein neues Baugebiet in Vogelsang ist gefallen. Der Bau- und Planungsausschuss unter Leitung von Manfred Löhr (SPD) empfahl einstimmig, sowohl den Aufstellungsbeschluss für eine F-Planänderung als auch die Aufstellung die B-Plans Nummer 15 „Büsenteich“. Ortsplaner Frank Springer stellte den Bereich vor. Dabei folgt die Gemeinde der Vorgabe der Landesplanung, das Areal in zwei Bauabschnitten zu erschließen. Im ersten Abschnitt sind rund 20 Grundstücke, im zweiten etwa 26 angedacht. Springer wird nach Zustimmung der Gemeindevertretung einen Entwurf erarbeiten.

Bei drei Nein-Stimmen der CDU-Fraktion wurde zudem der Aufstellungsbeschluss für die Änderung des F-Plans für den Bereich „Ostseebad Damp - Wohnmobilpark“ empfohlen. Ebenso wurde der Aufstellungsbeschluss für die 3. vorhabenbezogene Änderung des B-Pans Nummer 5/IV „Ostseebad Damp - Südwestteil/Parkplatz“ empfohlen. Der Wohnmobilpark soll erweitert werden. Untermauert wurde dies durch einen Vortrag von Prof. Dr. Rainer Krüger von Caravaning Consult. So sprach er von rund 26  300 Übernachtungen im Jahr auf dem Damper Platz. Je Person würde man rund 45 Euro Umsatz am Tag für die Region schätzen. Würde der Platz, der bisher 70 Stellplätze habe, in der Hochsaison aber 185 Prozent Überkapazität aufweise, erweitert, würde die wirtschaftliche Bedeutung noch steigen. Die Nachfrage sei da, so Krüger.

Die CDU Fraktion hatte beantragt, die Beratung dieser beiden Tagesordnungspunkte zu vertagen. Raidum Rodde (CDU) begründete dies damit, dass bevor über eine Erweiterung des Wohnmobilplatzes beraten werde, zunächst die zuletzt nicht erfüllten Auflagen des B-Plans abgearbeitet werden müssten. Zwar seien diverse Punkte inzwischen zugesichert worden, dass sie umgesetzt werden, aber ein Punkt sei bisher nicht angefasst worden, so Rodde. So prangert die CDU-Fraktion an, dass der Betreiber des Platzes eine viel zu geringe Jahrespacht an die Gemeinde als Grundeigentümer zahle. Das sei nicht gerechtfertigt und führe dazu, dass der Gemeinde Einnahmen, unter anderem für Tourismusinfrastruktur, entgingen. Seit Jahren habe die CDU eine Anpassung angemahnt, aber nichts passierte, so Rodde. Und da nichts passierte, habe die CDU zunächst die Kommunalaufsicht kontaktiert. Diese habe sie an den Korruptionsbeauftragten des Landes verwiesen. Zugleich hätten sie sich Rechtsberatung geholt, um zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden müsse, erläuterte Rodde. Hier gehe es nicht um Korruption, sondern um die Ungleichbehandlung von Betrieben, klärte Rodde auf und sagte: „Wir wollen nur, dass alle Tourismusanbieter gleich behandelt werden.“

Die Vorwürfe wies Bürgermeister Horst Böttcher (SPD) vehement zurück: „Hier ist die CDU über das Ziel hinaus geschossen.“ Und auch René Kinza, Mitgeschäftsführer der Kurbetriebe Damp (100-prozentige Tochter der Gemeinde, die das Areal verpachtet), stellte ausdrücklich fest, dass die Gemeindevertretung vor Jahren die Pacht einstimmig beschlossen hatte. Es lagen nie Anträge vor, in denen eine Änderung beantragt wurde, so Kinza. Dies holte die CDU jetzt mit einem Antrag an die Gemeindevertretung am 1. August nach, wie Rodde auf EZ-Nachfrage mitteilte.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 06:49 Uhr

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