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Eckernförder Zeitung

24. März 2017 | 03:17 Uhr

Stadtwerke Schleswig bringen schnelles Internet über die Schlei

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Breitbandzweckverband beauftragt Stadtwerke Schleswig mit Netzausbau / Ausbaustart soll im Februar im Südwesten des Amtes starten

Eckernförde | Die Zukunft hat begonnen. Internet, Telefon und Fernsehen via Glasfaserkabel wird in den nächsten drei Jahren die Gemeinden im Amt Schlei-Ostsee und die Stadt Kappeln erschließen. Gestern unterzeichnete der gleichnamige Breitbandzweckverband den Ausbauvertrag mit den Stadtwerken Schleswig. Das Unternehmen hatte als wirtschaftlichster Bieter in einer EU-weiten Ausschreibung des Verbands den Zuschlag erhalten.

Der Verband investiert brutto 37,5 Millionen Euro. Die Stadtwerke werden bis 2019 in drei Bauabschnitten 395 Kilometer Tiefbau vornehmen und dabei 485 Kilometer Glasfaserkabel verlegen. Von den 11  400 Haushalten im Verband wollen die Stadtwerke eine Mindestanschlussqoute von 60 Prozent erreichen. Die Vermarktung für den ersten Ausbauabschnitt im Südwesten des Amtes beginnt in Kürze, der Netzausbau soll im Februar starten. Die Stadtwerke pachten das erstellte Netz vom Verband. Sie liefern 75 Mbit/s Datenübertragung an die Endverbraucher.

„Es ist ein Meilenstein für uns“, sagte Verbandsvorsteher Hartmut Keinberger. Noch vor einem Jahre habe er nicht geglaubt, dass man heute soweit sei. Er sei sehr froh, dass mit den Stadtwerken aus Schleswig ein regionaler Anbieter den Zuschlag unter den zuletzt verbliebenen fünf Bietern erhielt. Zugleich ist er froh, den Bürgern nun ein Netz anbieten zu können, das auf bis zu 1000 Mbit ausbaubar sei, so Keinberger. Angesichts ständig steigender Datenmengen habe das eine große Bedeutung.

Für die Stadtwerke Schleswig ist der Auftrag durch den Verband der bisher größte Vertragsabschluss des Unternehmens, sagte Geschäftsführer Wolfgang Schoofs. Hinter ihnen liege eine lange und aufwändige Bewerbungsphase, die sie erfreulicherweise für sich entscheiden konnten. Derzeit befindet sich die Breitbandnetzsparte im Wachstum, so Schoofs. In Schleswig betreibt das Unternehmen bereits Kommunikationsnetze, seit wenigen Jahren sind die Stadtwerke auch Dienstleister für den Endverbraucher. Es sei für sie eine klare Geschäftsstrategie, sich in der Region zu engagieren und zu investieren, stellte Schoofs fest. Nun komme es auf die Bürgermeister der Verbandsgemeinden und der Stadt Kappeln an, dass sie Werbung für „ihr Bürgerbreitbandnetz“ machen. „Wir sind ihrer Region sehr verbunden“, warb Schoofs für eine gute Zusammenarbeit. Die Stadtwerke werden ihre Kommunikationssparte personell deutlich verstärken. Schoofs sprach von 20 zusätzlichen Mitarbeitern. Erreichbar sind die Mitarbeiter in zwei Kundencentern in Schleswig und Kappeln. Informationen erhalten Bürger auch unter Tel. 04621/801  0.

Der Ausbau soll nach bisherigem Stand im Februar im Südwesten in den Gemeinden Güby, Hummelfeld, Fleckeby, Kosel, Windeby und Gammelby beginnen. In 2018 folgen die Gemeinden an der Ostsee, von Barkelsby bis Dörphof. In 2019 kommen die Gemeinden an der Schlei von Rieseby bis hoch nach Kappeln an die Reihe. Außerdem die Gemeinde Altenhof. Während des Ausbaus werden 95 Prozent aller Anwohner in den Straßen potenziell erreicht.

Die Stadtwerke werden noch vor Weihnachten mit dem Marketing beginnen. Der Anschluss direkt an das Glasfaserkabel ist für alle Haushalte in der Phase des Ausbaus kostenlos. Wer später anschließen will, muss für den Hausanschluss separat zahlen.

Die Bürgermeister der Gemeinden würdigten den Vertragsabschluss mit einem Empfang und kündigten an, in Kürze mit der Information für das Breitbandnetz zu beginnen.

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erstellt am 17.Nov.2016 | 18:57 Uhr

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