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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:13 Uhr

Stadtwerke: Mehr Mülltonnen für den Hafen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nachdem die Marktbeschicker, Veranstalter und Geschäfte so weit wie möglich auf Plastiktüten und Einweggeschirr und -besteck verzichten, nimmt der Wirtschaftskreis Eckernförde jetzt auch „die öffentliche Hand“ in die Pflicht. Vorsitzender Wilfried Wagner, selbst Veranstalter des monatlichen Fischmarkts am Hafen, fordert die zuständigen Stellen dazu auf, die oftmals übervollen Müllbehälter gerade an den Wochenenden am Hafen und in der Innenstadt intensiver zu leeren, um einem Imageschaden vorzubeugen.

In einem öffentlichen Schreiben an den Arbeitskreis Müllvermeidung des Umweltausschusses beklagt Wagner die Situation am vergangenen veranstaltungsfreien Wochenende. Die Müllvermeidung sei nicht nur eine Aufgabe der Wirtschaft und des Handels, sondern verlange die Mitwirkung jedes Einzelnen. „Der Handel ist mit einer freiwilligen Vereinbarung zum Beispiel bezüglich der Abgabe von Plastiktüten bereits aktiv und wird Zeichen setzen. Auf der anderen Seite muss jedoch auch die öffentliche Hand für eine saubere Umwelt sorgen. Der veranstaltungsfreie Hafen, ein ganz normaler Sonntag also, zeigte sich von seiner schlechtesten Seite. Die unterdimensionierten Müllbehälter am Hafen waren bereits zur Mittagszeit überfüllt und zeigten ein unzumutbar abschreckendes Bild. Einige Papierkörbe und Mülleimer der Innenstadt waren ebenfalls an ihren Grenzen. Für Eckernförde wird ein schlechtes Image geschaffen“, stellt Wagner fest. Er schließt mit der Frage: „Gibt es ihrerseits Initiativen und Handlungsansätze, um diesem Missstand im Alltag zukünftig entgegenzuwirken?“

„Ja, ich sehe Handlungsbedarf und wir werden einen Tagesordnungspunkt ’Abfallbehälter im Hafenbereich’ für die nächste Sitzung des Umweltausschusses am 28. September planen“, ließ die Antwort des Umweltausschussvorsitzenden Edgar Meyn (Die Grünen) nicht lange auf sich warten.

„Das kriegen wir in den Griff“, teilte der Geschäftsführer der für den Hafen zuständigen Stadtwerke, Dietmar Steffens, mit. Man werde „kurzfristig reagieren“ und bereits am Donnerstag und Freitag dieser Woche weitere acht bis zehn Müllbehälter an den Laternenpfählen im Hafen befestigen. Langfristig möchte der Hafenbetreiber dann Ausschau nach größeren und geeigneteren Müllbehältern halten, die auch mehr Schutz vor Möwen und Krähen bieten. Steffens verweist anderseits auf die deutliche Zunahmen von „to go“-Produkten in Imbissen, Café und Restaurants, der Verpackungsmüll lande dann in den öffentlichen Müllbehältern. Am Wochenende würden die Mülleimer am Hafen am Sonnabend oder Sonntag geleert. „Das reicht aber nicht“, so Steffens, der in der Saison eine Entleerung an beiden Tagen ankündigte. Zudem seien derzeit gut 50 Prozent mehr Gäste in Eckernförde als im Jahr zuvor, auch das lasse die Müllmenge wachsen. Touristik-Chef Stefan Borgmann bestätigt dies. Statt 8000 Übernachtungsgäste wie 2015 waren es im Juli 2016 geschätzt rund 12  000. Die Zahl der Übernachtungen wäre von 30  000 auf 40  000 gestiegen. In gleicher Weise sei auch der August „spitzenmäßig“ gebucht, so Borgmann.

Die Stadtverwaltung indes kümmert sich um alle übrigen 500 Müllbehälter im gesamten Stadtgebiet. Wobei in der belebten Innenstadt die meisten von ihnen stehen und täglich entleert werden, sagte der zuständige Abteilungsleiter im Bauamt, Uwe Winkelmann. Für die Wochenenden steht der Stadt ein Pool von vier Mitarbeitern für die Entleerung der Mülleimer in der Innenstadt zur Verfügung. Geleert wird sonnabends und sonntags.


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erstellt am 02.Aug.2016 | 06:32 Uhr

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