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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 02:56 Uhr

Eingerüstet : St. Nicolai wird saniert

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kirchengemeinde investiert rund 2 Millionen Euro für die Instandsetzung der Stadtkirche. Dauer: etwa drei Jahre.

Eckernförde | Die Sanierung der St.-Nicolai-Kirche beginnt. Rund 2 Millionen Euro investieren Kirchengemeinde und Kirchenkreis in das Gotteshaus, das in den kommenden zweieinhalb bis drei Jahren vom Mauerwerk über das Dach bis zur Heizungs- und Lüftungsanlage instand gesetzt wird.

Die Süd- und Westseite der Kirche ist schon eingerüstet. Zugang zur Kirche gibt es bis mindestens kommendes Frühjahr nur über die Nordseite. In einem ersten Bauabschnitt werden die Mauern ausgebessert. Harter Zement von früheren Ausbesserungen hat dazu geführt, dass sich viele weiche Backsteine bei Temperaturschwankungen besonders im Winter nicht ausdehnen konnten und zersprangen. Viele Fugen müssen ausgekratzt und neue verstrichen werden, viele Steine werden durch traditionell gefertigte Backsteine ganz ersetzt.

Parallel dazu wird die 1800 Quadratmeter große Dachfläche in Etappen ab- und neu eingedeckt. „Bislang sind die Dachpfannen mit Mörtel verstrichen worden, doch dieser bröckelt immer wieder, weil das Dach bei starkem Wind in Bewegung gerät“, erklärt Pastor Dirk Homrighausen. Der Mörtel fällt auf die Holzbalken, „und an diesen Stellen dringt Feuchtigkeit ins Holz ein“. Das Dach wird also abgedeckt, Schäden im Holz ausgebessert, ein Unterdach aus Lärchenholz gebaut und schließlich das Dach mit neuen Pfannen gedeckt, die nicht vermörtelt, sondern verklammert werden. Auch der Dachreiter wird in seiner Statik ausgebessert. „Ganz gerade wird er nicht“, sagt Pastor Homrighausen. „Aver ’n beten scheef hett Gott leev.“

Ein großes Problem ist die Feuchtigkeit, die ins Mauerwerk einzieht. Der Boden rund um die Kirche ist in den vergangenen Jahren um 70 Zentimeter gestiegen. „Das heißt, dass das Mauerwerk im nassen Sand steht. Wir haben wieder mit Schimmel zu kämpfen“, so Homrighausen. Deshalb soll 40 Zentimeter breiter Graben um das Gebäude gezogen werden, damit Luft ans Mauerwerk kommt. Der Ring soll mit von Lüftungsschlitzen durchsetzten Platten verschlossen werden.

Sind diese Arbeiten abgeschlosen, geschieht dasselbe an der Nord- und Ostseite. Am Ende geht es an die Heizungs- und Lüftungsanlage, die nicht das Ergebnis gebracht hat, das man sich bei ihrer Installation vor einigen Jahren erhofft hat.

Nach der Schließung des Gemeindehauses im Wulfsteert und dem Verkauf des Gebäudes werden zurzeit Alternativen zur Einrichtung eines neuen Gemeindehauses geprüft. Eine davon ist ein Neubau an der Nordseite der Kirche. „Sollte das geschehen, wird dort ein ebenerdiger Zugang zur Kirche geschaffen“, so Homrighausen. Sollte diese Alternative ausscheiden, soll auf der Südseite durch Abtragen des Erdreichs eine ebenerdiger Zugang geschaffen werden.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 05:36 Uhr

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