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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 00:55 Uhr

Bildung : Spielerisch in die Forschung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Claus-Rixen-Schüler erproben naturwissenschaftliches Geschick an Experimenten der Miniphänomenta

Gettorf | Anna Simonides aus der 2b steht an der leicht abschüssigen Holzplatte. Mit konzentriertem Blick verschiebt und tauscht sie Holztbauteile in verschiedenen Formen und Größen auf der Platte. Je nachdem, wie sie die Teile anordnet, rollen bereitliegende Murmeln schneller oder langsamer über die Bahn oder bleiben ganz liegen. Was bei Annas Konstruktion am Ende herauskommen soll? Das weiß die Achtjährige selber noch nicht so genau. Und das ist ganz im Sinne des Projektes. Zurzeit stehen 13 verschiedene Experimentierstationen in der Eingangshalle der Claus-Rixen-Schule. Die sogenannte Miniphänomenta wird gemeinsam von der Universität Flensburg und Nordmetall organisiert, um dem Nachwuchs spielerisch naturwissenschaftliche Fragestellungen näherzubringen. Vergangene Woche kamen die Eltern zu Besuch in die Schule, um sich das Projekt anzuschauen.

Auf einem Wochenendseminar haben sich vier Lehrerinnen der Schule für die Miniphänomenta fortbilden lassen. Elke Voß ist eine von ihnen: „Die Stationen sollen die Neugier der Kinder wecken. Sie sollen von sich aus ausprobieren und Erklärungen finden – so wie auch Forscher es tun.“

Nicht nur zahlreiche Kinder beschäftigten sich eifrig mit den Röhren, Kreiseln, Schienen, Seilen der verschiedenen Stationen. Auch in vielen Eltern wurde der Spiel- – Verzeihung – Forschungstrieb wach. Annas Vater konstruierte fleißig zusammen mit seiner Tochter und gab Ratschläge zur optimalen Anordung. „Genau das soll eigentlich nicht passieren“, erklärte Elke Voß. Die Kinder sollen vielmehr möglichst selbstständig entdecken und probieren. Auch die Lehrerinnen halten sich weitgehend zurück. In den Unterricht aller vier Klassenstufen fließen die Experminente dennoch ein. Voss: „Wir leiten schon ein bisschen und ermutigen die Kinder, sich Gedanken zu machen, sich zu öffnen für die naturwissenschaftlichen Phänomene. Am Ende sollen aber keine Formeln stehen.“ Wichtiger sei es, ein allgemeines Interesse zu wecken. Schule und Veranstalter wollen auf diese Weise den Nachwuchsproblemen in den naturwissenschaftlichen Berufen begegnen.

Noch bis einschließlich diesen Mittwoch können die Schüler experimentieren. Dann wandert die Ausstellung weiter zu einer anderen Schule. „Einige der Experimente wollen wir eventuell auf dem Schulhof nachbauen“, sagte Lehrerin Heike Sieling. Wetterfest, für eine robuste Zukunft der Naturwissenschaften.

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erstellt am 12.Jul.2016 | 06:44 Uhr

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