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Eckernförder Zeitung

02. September 2014 | 18:40 Uhr

Spiele für die Gemeinschaft - Louisenlunder Schüler treten gegeneinander an

vom

Louisenlund | Sie sind nun Teil der Gemeinschaft. 60 neue Schüler sowie die neuen Lehrer Almedina Hadzic, Dr. Petra Lachmann, Dr. Dennis Sebastian und Frank Dallmeyer wurden bei der Schleitaufe in die Internatsgemeinschaft von Louisenlund aufgenommen. Traditionell kippten ihnen die älteren Internatsschüler einen Becher Schleiwasser über den Kopf, bevor alte und neue Schüler gemeinsam in die Fluten der Großen Breite sprangen.

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Die Taufe war der Höhepunkt des Hafenfestes der Internatsstiftung Louisenlund. Bei gemeinsamen Spielen wie den Häuserwettkämpfen im Kutterpullen und Tauziehen sollte die Gemeinschaft gefördert werden. "Das erleichtert den neuen Schülern den Einstieg", sagte Alexander Orth, Pressesprecher der Stiftung.

Felix teNeues hatte sich schon gut eingelebt. "Ich fühle mich wohl hier, durch die Taufe bin ich nun richtig angekommen. Nur dass wir nicht immer unsere Handys benutzen dürfen, ist ungewohnt", sagte er. Dass er nun so weit von seiner Heimat Düsseldorf entfernt lebt, störte ihn nicht: "Nur gut sieben Stunden Zugfahrt - dann bin ich zu Hause", so Felix. Seit rund einer Woche lebt der 13-Jährige auf dem Hof und besucht die 8. Klasse. "Das Hafenfest ist toll" sagte er. "So lernt man die Lehrer besser kennen und kann seinen Eltern das Gelände zeigen."

Felix Vater Sebastian teNeues kennt sich auf Louisenlund schon aus: 1998 schrieb er hier sein Abitur. "Ich habe mich selbst hier sehr wohlgefühlt", erklärte er, warum er gar nicht lange überlegen musste, ob er seinen Sohn hier zur Schule gehen lassen wollte. "Es ist ein bisschen strenger hier geworden", hatte er festgestellt. Dass die Schüler aber auch nicht den ganzen Tag mit ihren Eltern telefonieren konnten, kannte aber auch er: "Wir hatten nur eine Telefonzelle und ein Telefon auf dem Gang, an dem wir angerufen werden konnten", erinnerte sich teNeues und fügte hinzu: "Felix wird sich hier bestimmt wohlfühlen."

Wohl fühlt sich schon jetzt Almedina Hadzic. Sie ist in Bosnien-Herzegowina aufgewachsen und kommt gerade aus Sarajevo. Die Arbeit auf Louisenlund sei für die "Visual-Arts"-Lehrerin eine gute Möglichkeit, internationale Schüler zu unterrichten. "Das sind offene, junge Leute, die die Welt verändern werden", so Hadzic, die seit zwei Jahren als Lehrerin Schüler auf das International Bakkalaureat (IB) vorbereitet. Zusammen mit Dr. Petra Lachmann wird sie das Fächerangebot im IB um die Kurse "Business and Management" sowie "Design Technology" erweitern. Dr. Dennis Sebastian wird unter anderem als Hausvater tätig sein.

Beim Hafenfest trat das Lernen aber erst einmal in den Hintergrund. So wurden neben Spielen auf dem Wasser auch auf dem neuen Sportplatz Wettkämpfe ausgetragen. Die 1964 erbaute Spielstätte war unbespielbar geworden, so dass ein neues Drainagesystem, ein Rollrasen und eine neue Tartanbahn angelegt werden mussten. Kosten: 430 000 Euro. "Mit dem neuen Sportplatz findet Louisenlund den Wiederanschluss an Sportstätten in Hamburg", betonte Internatsleiter Prof. Dr. Werner Esser, der den Sportplatz einweihte. "Die Tartanbahn ist erster Güte."

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von rit
erstellt am 15.Aug.2012 | 03:59 Uhr

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