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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 11:04 Uhr

Fleißige Füße : Soldaten marschieren von Kopenhagen nach Holland

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

71 Soldaten aus Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden legen 650 Kilometer zurück, um am Nijmegen-Marsch teilzunehmen.

Eckernförde | Der Nijmegenmarsch ist bei den Militärs in ganz Europa bekannt. In der niederländischen Stadt treffen sich in jedem Jahr Soldaten und Zivilisten, um an einem Vier-Tage-Marsch teilzunehmen, bei dem täglich 40 Kilometer zurückgelegt werden. Doch manche Teilnehmer mögen so gern marschieren, dass sie sogar zu Fuß nach Holland laufen – und wenn es von Kopenhagen aus ist.

Genau das machen 71 Soldaten aus Dänemark, Schweden, Norwegen und den Niederlanden zurzeit. Am Sonnabend von der dänischen Hauptstadt aus gestartet, haben sie am Montag Eckernförde erreicht und Quartier auf dem Marinestützpunkt bezogen. Viel brauchten sie nicht: Auf Heimwehrkuttern brachten 35 zusätzliche Kameraden alles mit, was sie benötigen – von den Feldbetten bis zur Gulaschkanone.

Allerdings gehen die Soldaten der dänischen Heimwehr – eine Art Reservistenverband – nicht die ganze Strecke zu Fuß. Per Boot kamen sie gestern von der dänischen Insel Seeland. Doch am Dienstag geht es per Fußmarsch weiter nach Nortorf, am Mittwoch nach Itzehoe. Die Ankunft in Nijmegen ist für den 17. Juli geplant.

Die Heimwehrsoldaten haben sich für diese Zeit extra Urlaub genommen. Es gilt als Ehre, an dem Marsch teilzunehmen. „Viele haben sich seit dem Frühjahr darauf vorbereitet und sind zwischen 1200 und 1500 Kilometer marschiert“, erklärt einer der dänischen Soldaten. „Jetzt kommen 650 Kilometer bis Nijmegen hinzu und dann noch der Vier-Tage-Marsch dort.“ In diesem Jahr findet der Nijmegen-Marsch, der 1909 erstmals ausgetragen wurde und während des Zweiten Weltkrieges ausfiel, zum 100. Mal statt. Es werden 50  000 Teilnehmer aus ganz Europa erwartet.

Für die Dänen ist der Marsch und vor allem der Weg dorthin so wichtig, dass sogar der Zwei-Sterne-General Finn Winkler nach Eckernförde kam, um seinen Soldaten für ihren Einsatz zu danken. Unter ihnen ist auch ein querschnittsgelähmter Soldat im Rollstuhl, der im Afghanistan-Einsatz ein Bein verlor.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 16:20 Uhr

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