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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 23:00 Uhr

Tourismus-Cluster : So wird das Gastgewerbe fit für die Zukunft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Tourismus-Cluster hat sich jetzt in Eckernförde vorgestellt. Die Mitarbeiterinnen geben kostenlose Tipps zur Verbesserung der Betriebsqualität.

Für Tourismusbetriebe in Schleswig-Holstein, die der Schuh drückt, gibt es seit Juli 2015 den Helfer in der Not: das Tourismus-Cluster. Dahinter stehen Kim Hartwig, Petra Stangenberg und Christina Khosh, die in Kiel bei der landesweiten „Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein“ (WTSH), dem Projektträger des Tourismus-Clusters, sitzen. Sie dienen als zentrale Anlaufstelle für alle Tourismusbetriebe in Schleswig-Holstein, die Unterstützung benötigen oder Fragen haben, zum Beispiel zu neuen Fördermöglichkeiten, Finanzierungshilfen oder Weiterbildungsangeboten. Sie helfen bei einer Strategieentwicklung für die Betriebe und bieten Informationsveranstaltungen und Fachexkursionen an sowie den Aufbau einer Wissensdatenbank. Am Dienstag waren sie im Stadthallen-Restaurant, um sich dem Eckernförder Gastgewerbe vorzustellen. Immerhin zehn Leute waren auch gekommen.

Dabei hatte es das Programm durchaus in sich. Drei Stunden lang hörten die Teilnehmer Vorträge über Themen wie Unternehmensnachfolge oder Fachkräftesicherung, die die Betriebe im Land in den kommenden Jahren extrem beschäftigen werden. „Wir wollen Sie unterstützen und fit machen für die Zukunft“, brachte es Projektleiterin Kim Hartwig auf den Punkt. Und das auch noch kostenlos. Zwar kann das Tourismus-Cluster keine Beratung geben, weil es keine Konkurrenz zu privaten Anbietern darstellen darf, dafür kann es im Rahmen einer ersten Betreuung wichtige Tipps für das richtige Vorgehen geben und die entsprechenden Ansprechpartner vermitteln.

So wie zum Beispiel Hartmut Winkelmann von der HWB Unternehmerberatung in Kiel. Er sprach über die Unternehmensnachfolge, die zu einem immer drängenderen Problem werde. Immer weniger Nachfolgen in Betrieben bis 250 Mitarbeiter werden in naher Zukunft nämlich innerhalb der Familie geregelt. „Die Werte haben sich gewandelt. Die nächste Generation will nicht mehr so viel arbeiten wie ihre Eltern“, sagte Hartmut Winkelmann. Zudem sei die Generation um ein Drittel kleiner als die der Eltern. Also: Wie findet man einen geeigneten Nachfolger? Einer seiner Tipps: Rechtzeitig aus den Reihen der eigenen Angestellten potenzielle Nachfolger aussuchen. „Im Normalfall genügen 10 Prozent Eigenkapital, den Rest bekommt man finanziert“, so Winkelmann.

Frank Behrens vom Dehoga-Landesverband gab Tipps für die Fachkräftesicherung: „Für die neue Generation haben Arbeit, Freizeit und Leben eine ganz andere Bedeutung und sie erwartet, dass der Arbeitgeber das auch wahrnimmt.“ Dieser müsse Wertschätzung aufbringen und die Arbeitnehmer für seine Firmenziele begeistern. „Nicht die Auszubildenden bewerben sich bei uns, sondern wir als Unternehmer bei ihnen.“ Firmenleiter müssten die modernen Medien einsetzen, Spätstarter in den Beruf ansprechen, flexible Modelle für junge Eltern und Pflegende anbieten und vieles mehr. Und: „Freut euch, dass Ihr die älteren Mitarbeiter habt. Sie haben einen hohen Wissensstand.“

>www.tourismuscluster-sh.de

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erstellt am 11.Mai.2016 | 16:44 Uhr

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