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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

Ausstellung : So bunt ist Afrika

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Alte Schule in Holtsee zeigt Bilder tansanischer Künstler / Erlös kommt Projekt von Hannelore Pischke zugute

Holtsee | Tingatinga-Bilder entstehen mit einer besonderen Technik, die es nur in Tansania gibt. Derzeit können einige dieser Kunstwerke in der Alten Schule bestaunt und auch erworben werden. Die Eckernförderin Hannelore Pischke, Vorsitzende des Vereins „Die Schule in Afrika“, hat die Bilder von ihrer jährlichen Reise nach Tansania mitgebracht und stellt sie nun in Holtsee aus. „Die Bilder stammen von verschiedenen tansanischen Künstlern, die im Künstlerzentrum in Oeysterbay leben“, berichtete sie.

Der Malstil wurde von Eduardo Saidi Tingatinga entwickelt, der Mitte der 60er-Jahre in Dar es Salaam Wände mit traditionellen Motiven bemalte. Später benutzte er auch Fahrradlack – die einzige Farbe, die günstig zur Verfügung stand – auf kleinen Spanplatten. Die Künstler heute malen individuelle und farbenfrohe Bilder. Sie verwenden leuchtende Farben, klare Formen, verspielte Verzierungen. Inzwischen hat diese Kunstrichtung auch einen festen Platz im Nationalmuseum in Dar es Salaam.

Durch den Verkauf der farbenprächtigen Tingatinga-Bilder sowie durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Vorträge, finanziert sich der Verein. „Alle Spenden fließen zu 100 Prozent ins Projekt“, betonte die Vorsitzende.

Die Bilder, die Hannelore Pischke in der Alten Schule ausstellt, werden zugunsten des Vereins „Die Schule in Afrika“ verkauft, der im Jahr 2011 gegründet wurde und die Karambacha Primary School sowie weitere Schüler unterstützt. Zudem werden Patenschaften vermittelt. „Wenn die Kinder nur die Schule absolvieren, sind sie noch nicht überlebensfähig“, erklärte Hannelore Pischke, warum der Verein auch die universitäre oder die Berufsausbildung finanziert. Selbst mit Schulabschluss liege die Jugendarbeitslosigkeit in Tansania bei über 60 Prozent, berichtete die Vorsitzende und betonte: „Die jungen Menschen müssen wirklich fit sein.“ Und: „Wenn die Schüler fertig sind, sind sie Multiplikatoren und sorgen dafür, dass ihre Kinder eine gute Schulausbildung bekommen.“

Alle hätten den Traum von einem besseren Leben, berichtete Pischke. Die Kinder wollen eine Schule besuchen und eine universitäre oder eine Berufsausbildung absolvieren, um auch ihre Familie ernähren zu können.

Die Bilder werden bis Ende Dezember in der Alten Schule in Holtsee ausgestellt. Während der Schulzeiten montags bis donnerstag von 12 bis 14 Uhr, sowie jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 15 bis 17 Uhr, können Interessierte die Ausstellung besuchen.

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