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Eckernförder Zeitung

02. Dezember 2016 | 21:11 Uhr

Tag der Seenotretter : Selbstlose Retter in Rot

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Tag der Seenotretter am Eckernförder Hafen / Besucher nutzen Open Ship auf DGzSR-Boot

Eckernförde | Ausschließlich aus Spenden finanziert, hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), wie sie offiziell genannt wird, ihre Daseinsberechtigung seit Bestehen vielfach bewiesen. Gestern, am Tag der Seenotretter, machten 40 der insgesamt 54 Rettungsstationen zum 18. Mal küstenweit auf sich aufmerksam, demonstrierten ihre Möglichkeiten oder luden zum Mitfahren ein. So auch in Eckernförde, wo das gleichnamige Rettungsboot im Binnenhafen für Besucher „Open Ship“ hatte.

Ob der rote Arbeitsanzug, die Signalfarbe des SAR Schriftzuges am Bug des Rettungsbootes oder einfach nur das aktuelle Jahres-T-Shirt, diesmal in Rot, – die Farbe mit ihrer Signalwirkung zog diesmal ganz besonders viele Interessierte an. Hauptmagnet war das Rettungsboot, das ausgiebig besichtigt wurde und für den einen oder anderen eine Mitfahrgelegenheit bot. Das Jahres T-Shirt mit allen Stationen aufgedruckt, Mützen, Sticker und Schlüsselanhänger wechselten gegen eine Spende den Besitzer. Aber auch Passanten steckten selbstverständlich Münzen und Scheine in das Sammelschiffchen, denn die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich über Spendengelder. So bot der Tag auch für viele Touristen aus den Binnenländern die Gelegenheit, etwas über die Gesellschaft zu erfahren.

Rund 2200 Einsätze pro Jahr verzeichnet die DGzRS, darunter Hilfeleistung bei technischen Ausfällen und Alarmierungen, aber auch das Abbergen von Surfern und Kitern gehört dazu. „In den letzten Jahren sind die Kiter mehr geworden“, berichtete Jörg Ahrend, Leiter des Informationszentrums Schleswig-Holstein. So sind Fälle, wie unlängst, als ein Kite am Südstrand antrieb, keine Seltenheit, jedoch problematisch, wenn kein Nutzer zugeordnet werden kann. „Das löst jedes Mal eine aufwendige Suchaktion aus, während der Besitzer, der sein Sportgerät vielleicht schon aufgegeben hat, möglicherweise irgendwo am Strand sitzt und einen Cappuccino trinkt“, so Ahrend. So wurden speziell für diese Zielgruppe Aufkleber für Segel und Board entwickelt, auf denen die Kontaktadressen des Besitzers eingetragen und die Zuordnung mit einem einfachen Handyanruf erledigt werden kann. „Eine Win-Win-Situation für beide Seiten“, wie Ahrend bestätigt und verweist darauf, dass die Kleber bei jeder DGzRS Station oder bei der Zentrale in Bremen erhältlich sind.

Sind die Seenotretter heute mit modernster Technik ausgestattet, war dies nicht immer so. Den Vergleich zwischen gestern und heute demonstrierten Horst und Carsten Egerland, Letzterer mit Gummianzug und unförmiger Korkweste, sein Sohn mit wasserdichter Goretexjacke und Automatikweste. „Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass die früher mit dieser Ausrüstung auch noch gerudert sind“, machte Horst Egerland deutlich.



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erstellt am 01.Aug.2016 | 06:38 Uhr

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