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Naturschutzgebiet : Schwansener See: Beste Sicht auf geschützte Vögel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nabu Nordschwansen-Kappeln besetzt ab heute täglich die Info-Hütte am Schwansener See

Dörphof | Weit über 120 Vogelarten brüten am Schwansener See und den angrenzenden Flächen. Schätzungsweise 5000 Vögel nutzen das 215 Hektar große Naturschutzgebiet (NSG) außerdem als Winterrastplatz. Egal, zu welcher Jahreszeit Besucher den Weg zwischen der Ostsee und dem 112 Hektar großen Strandsee nutzten, es gibt immer etwas zu beobachten. Wer Fragen hat zu Flora und Fauna, der findet ab heute wieder täglich Ansprechpartner in der Info- und Schutzhütte des Nabu-Ortsvereins Nordschwansen-Kappeln.

Gut eine handvoll Ehrenamtlicher wechseln sich bis 15. Oktober ab. Sie sind täglich von 14 bis 18 Uhr in und an der Hütte und geben gerne Auskunft. „Sehr viele bleiben stehen und berichten von ihren Beobachtungen“, sagt Karl-Christoph Jensen, Vorsitzender des Ortsvereins. Anders, als bei vielen anderen Naturschutzgebieten, verfügt der örtliche Nabu-Verein über ein Gebäude, eine feste Anlaufstation, ergänzt Angela Gries. Sie ist Nabu-Schutzgebietesreferentin für den Schwansener See, und sie weiß die Hütte zu schätzen. „Man kommt immer gut mit den Besuchern ins Gespräch“, berichtet sie von ihren positiven Erfahrungen. Einmal suchten fast 30 Leute Schutz in der Hütte, als ein starker Schauer über das Land fegte. Unterstützt werden die beiden durch weitere Mitglieder des Ortsvereins, unter anderem von Frank Meyer, dem zweiten Vorsitzenden. Jensen ist zuversichtlich, dass sie ihre Arbeit künftig auf breitere Füße stellen können.

Genug zu bieten hat das Naturschutzgebiet auf jeden Fall, sind sich die Nabu-Mitglieder einig. Im Vorjahr nahmen über 200 Besucher an Führungen teil, besuchten als Schulklassen die Station oder hatten Sonderführungen vereinbart. „Das ist aber ausbaufähig“, sagt Gries, aber es fehlten ihnen noch weitere Helfer.

Viel Unterstützung erfuhr der Verein von Spendern, die 1100 Euro für den Bau einer Aussichtsplattform über der Nabu-Hütte gaben. Noch aber fehlen Jensen Mittel und Förderzusagen, so dass sie hoffen, mit dem Bau im kommenden Winter zu beginnen. Eine Plattform würde Besuchern, aber auch ihnen, den Überblick über das Gebiet erleichtern, sagt Gries. So könnten sie, ohne viel Störung im Gelände, auch Vogelbestände zählen. Auch in diesem Jahr bietet der Verein zahlreiche Führungen an. Sie starten an der Touristinfo Schönhagen. Der Verein hat acht Verleih-Ferngläser angeschafft, damit Besucher die Vögel besser sehen können. Darüber hinaus werden Gries und Frank Dreves vom Verein Seeadlerschutz mehrmals Vorträge zu Vögeln und Seeadlern halten.

Sehr gut entwickelt haben sich im NSG der Bestand des Knabenkrautes und der Kreuzkröten. Erstmals festgestellt wurde ein Blaukehlchen. Zum Schutz der gefährdeten Zwergseeschwalben wird im Frühsommer wieder ein Schutzzaun gegen Füchse und Hunde am Strand aufgebaut. Die Vögel sind Bodenbrüter und ihre Gelege auch immer wieder durch Ostseehochwasser gefährdet.

Zurzeit rasten rund 600 Weißwangengänse an den Seeufern und futtern sich satt, bevor sie nach Skandinavien fliegen.

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erstellt am 18.Mär.2017 | 06:52 Uhr

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