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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 23:11 Uhr

Sieger der Herzen : Schülerfirma Conneckt verpasst das Siegertreppchen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Eckernförder Schülerfirma kann nicht an den Erfolg ihrer Vorgängerin Rauteck anschließen.

Eckernförde | Sie hat es nicht geschafft: Die Schülerfirma Conneckt hat beim Junior-Bundeswettbewerb des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Berlin keinen der ersten drei Plätze ergattern können und konnte so nicht an den Erfolg des Vorjahres-Europasiegers Rauteck anknüpfen, der ebenfalls von der Jungmannschule stammt.

Dabei sah alles gut aus: „Wir hatten uns ganz gute Chancen ausgerechnet, wenn auch nicht unbedingt den Sieg“, sagte Marketing-Chef Lasse Schäfer direkt nach der Preisverleihung am Donnerstagabend. „Wir fanden, dass wir im Vergleich zu unserer Konkurrenz recht gut dabei waren.“

Ihr Auftritt lief auch gut, sowohl die fünfminütige Präsentation des Unternehmens auf der Bühne im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin, als auch die Darstellung am Messestand und das Experteninterview mit der Jury. Auch der Geschäftsbericht floss in die Bewertung mit ein. Und natürlich die Geschäftsidee, die darin besteht, Koch- und Backbücher mit Rezepten von Flüchtlingen zu erstellen und zu vertreiben. In Eckernförde finden die Bücher reißenden Absatz.

Doch die Konkurrenz war zu stark. Gewonnen hat die Schülerfirma „Coffee Capsule Accessory“ vom Gymnasium Rahlstedt aus Hamburg, das Kaffeekapseln aus Aluminium recycelt und daraus Schmuck fertigt. Die Hamburger Schüler haben sich damit das Ticket für das Europafinale der Schülerfirmen in Luzern (Schweiz) gesichert und werden für Deutschland im Juli gegen Unternehmen aus 39 verschiedenen Ländern antreten.

Eine Mitteilung der Jury über die Schwachpunkte ihres Unternehmens oder der Präsentation haben die Schüler von Conneckt nicht erhalten. Nur die ersten drei Plätze wurden genannt. Und zu dem Zeitpunkt war für die Eckernförder noch alles offen. „Wir haben von Platz zu Platz mitgefiebert, ob wir noch genannt werden“, so Lasse Schäfer. „Man soll ja nicht aufgeben.“ Enttäuscht seien sie jetzt aber nicht. „Gewinnen ist nicht alles. Wir sind stolz auf unsere Arbeit und überzeugt von dem Projekt.“

Die Jungmannschüler wollen ihr Unternehmen zunächst bis zum offiziellen Ende des Wettbewerbes weiterführen. Ob es danach weitergeht, werden sie noch besprechen. Schließlich haben sie viel gelernt, so Lasse Schäfer: „Integration ist ein wichtiger sozialer Punkt, der weiter gefördert werden muss.“

Die 19 Oberstufenschüler traten gestern gegen 13 Konkurrenzunternehmen aus 12 Bundesländern an. Den zweiten Platz sicherte sich das Unternehmen „Glam penail“ aus Remagen mit einem tropffreien Nagellack, Platz drei belegte „simply the bag“ aus München mit faltbaren Mehrweg-Einkaufstaschen aus Recyclingmaterialien.

Die Jungmannschüler, die mit Conneckt als beste Schülerfirma Schleswig-Holsteins antraten, werden am 24. Juni mit dem Zug wieder in Eckernförde zurückerwartet.


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