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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 09:32 Uhr

Anwohner auf baldige Sanierung : Schlagloch an Schlagloch auf der K 78

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bürger aus Holtsee, Groß Wittensee und Haby sehen dringenden Sanierungsbedarf / Kreis hat die K 78 erst für 2020 auf dem Zettel

„Mit den bloßen Händen lässt sich der Asphalt aus der Straßendecke brechen“, sagt der Groß Wittenseer Jan Kühl und auch Volkert Wandrowksy kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn er sich den Zustand der Kreisstraße 78 anschaut: „Ein Geländewagen wäre auf der Straße angebracht“, so der Holtseer. Die beiden sind längst nicht die einzigen, die angesichts von Schlaglöchern und Rissen dringenden Handlungsbedarf bei der K  78 zwischen Haby und Groß Wittensee sehen. „Hier spielen sich regelmäßig gefährliche Szenen ab“, weiß auch Yannick Lage. Er wohnt seit 20 Jahren in Groß Wittensee und fährt regelmäßig auf der K  78. Radfahrer müssten ständig auf der Hut sein, und den Schlaglöchern ausweichen, gleichzeitig aber auch aufpassen, dass sie nicht von einem Auto erfasst werden. „Viele Radfahrer fahren in der Fahrbahnmitte, weil die Straßenränder völlig marode sind“, sagt er. Susanne Wrede hat ihren Kindern längst untersagt, mit dem Fahrrad die K  78 zu benutzen. „Unfälle gibt es hier reichlich“, sagt Stefan Dierks, Mitglied der Groß Wittenseer Wehr. Da die Seitenränder kaum noch zu befahren seien, würde viele Fahrzeuge einen halben Meter auf der Gegenfahrbahn fahren. Zudem sei die Straße auch nicht für Fahrzeuge, wie die von der Meierei oder der NPZ, konzipiert.

Der Verkehr auf der Straße werde immer mehr, hat Carsten Kornath festgestellt. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverband Groß Wittensee weist auf den Tourismus hin, viele Nutzer der Sehestedter Fähre würden auch diese Strecke nehmen. Die K  78 ist längst zu einer wichtigen Verbindungsstraße geworden. Eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Tempo 50 oder zumindest 70, wie Volkert Wandrowsky sagt, wäre sinnvoll.

Große Hoffnung auf einen parallel verlaufenden Radweg haben die Anwohner nicht, „aber die Straße muss dringend saniert werden“, sagen alle. Flickschusterei, wie in den vergangenen Jahren, reiche nicht aus. Heinrich und Jan Kühl wohnen direkt an der Kreisstraße und hören es täglich. Die Schlaglöcher auf der Straße haben auch Auswirkungen auf den Lärm, müssen beide feststellen. „Es ist richtig laut, wenn die Fahrzeuge über die löchrige Straße fahren“, sagt Heinrich Kühl.

Yannik Lage hat einen Brief an Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer geschrieben und ihn auf den Zustand der Kreisstraße hingewiesen. Außerdem lud er ihn ein, sich selbst ein Bild davon zumachen. Bereits eine Woche später erhielt Lage Antwort von der Kreisverwaltung. Darin weist Martin Kurowki aus dem Fachbereich Regionalentwicklung auf die Finanzlage des Kreises hin. Etwa ein Drittel des 500 Kilometer langen Kreisstraßennetzes befinde sich in einem Zustand, der als „mangelhaft“ oder sogar „ungenügend“ bewertet werden müsse. Von 2015 bis 2024 sollen rund 37 Millionen Euro in die Sanierung gesteckt werden. „Die Deckenerneuerung auf der K78 ist voraussichtlich erst für 2020 vorgesehen“, heißt es in dem Schreiben. Um die Straße verkehrssicherer zu machen, seien Ausbesserungsarbeiten vorgesehen. Man sicherte zu, dass Dr. Martin Kruse, Leiter der Regionalentwicklung, einen Termin mit Yannick Lage vereinbaren werde, um sich einen Eindruck vom Zustand der Straße zu machen. 








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erstellt am 23.Jul.2016 | 06:20 Uhr

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