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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 08:57 Uhr

Straßensanierung : Sanierungsplan für K 78 steht fest

vom

Die Kreisstraße zwischen Groß Wittensee und Haby wird definitiv erst 2020 saniert werden

Groß Wittensee/ Haby | Haby Nun ist es beschlossen: Die von zahlreichen Schlaglöchern durchzogene Kreisstraße 78 zwischen Groß Wittensee und Haby wird erst 2020 grundsaniert. Dr. Martin Kruse, Leiter der zuständigen Kreis-Regionalentwicklung, ließ sich auch bei seiner gestrigen Besichtigung der Strecke, die stellenweise mehrere Zentimeter tiefe Löcher aufweist, nicht umstimmen.

Er äußerte vor den anwesenden Groß Wittenseern Verständnis für ihre Situation. Doch die Mittel seien begrenzt. Bis 2024 stehen zu Sanierungszwecken jedes Jahr vier Millionen Euro für 167 Straßenkilometer im Kreis zur Verfügung. Man  könne die K 78 nicht bevorzugt gegenüber anderen Strecken behandeln, so Kruse. Die nächsten vier Jahre werde man sich deshalb auf Ausbesserungen beschränken, erklärte er, während hinter ihm  auf der K 78 laut krachend ein Wagen durch die Schlaglöcher fuhr.

Die Groß Wittenseer gaben ihren Unmut über Kruses Ausführungen mit deutlichen Worten zu erkennen: „Damit bin ich so was von unzufriefen“, sagte Heinrich Kühl (61). „Jedes Jahr wird neu drüber geflickt, und nach ein paar Wochen ist die Stelle wieder kaputt.“ – „Und die Verschlechterungen werden jetzt, wo die Schäden so tief sind, um so schneller zunehmen“ ergänzte Norbert Wrede (68).

Auch Jochen Arp, Bürgermeister von Groß Wittensee, kann die Prioritätensetzung von Kreisseite nicht nachvollziehen. Die Festlegung auf das Jahr 2020 beruht auch auf einer Verkehrszählung aus dem Jahr 2010. Demnach befahren täglich 332 Pkw und 51 Schwerfahrzeuge die Strecke. Die aktuellen Zahlen schätzen  Bürgermeister wie Bürger jedoch deutlich höher ein. Arp denkt nun darüber nach, eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die am stärksten beschädigten Streckenabschnitte zu beantragen.

Dass sich am Sanierungszeitplan noch einmal etwas ändert, hält Regionalentwicklungsleiter Kruse für äußerst unwahrscheinlich. „Es sei denn“, so Kruse, „es tritt ein besonderer Straßenschaden auf.“

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erstellt am 28.Jul.2016 | 06:00 Uhr

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