zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 11:01 Uhr

Kommentar : Rückzug aus der Fläche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Filialschließungen der Förde Sparkasse

Die Förde Sparkasse wird immer stärker zu einer Kieler Sparkasse. Ihre Präsenz in den Landkreisen Rendsburg-Eckernförde und Plön schwindet. Ein Blick auf die Filialkarte unterstreicht diese einseitige Entwicklung, und dieser Trend setzt sich in der Schließungsrunde fort: acht Filialen werden geschlossen – drei im Kreis Rendsburg-Eckernförde, vier im Kreis Plön und eine in Kiel. Im Kreisteil Eckernförde ist die Zahl der Mitarbeiter-besetzten Filialen auf acht gesunken: zwei im Dänischen Wohld (Gettorf, Altenholz), in den Hüttener Bergen ebenfalls (Fleckeby und Owschlag), auch in Schwansen (Rieseby und Vogelsang-Grünholz) und in Eckernförde gibt es nach den Schließungen in Borby, am Wulfsteert und nun in der Rendsburger Straße nur noch die Hauptstelle und eine Filiale. Der Förde Sparkasse reicht das, den Kunden auch?

Die aus der Fusion der Sparkassen in Kiel, Eckernförde und Plön entstandene Förde Sparkasse ist dabei, sich von der Basis, die sie groß gemacht hat, zu entfernen, diskussionswürdige wirtschaftliche Kooperationen einzugehen und sich auf den größten, vermeintlich lukrativsten Standort zu fokussieren. Das spüren die Menschen in den Landkreisen, die sich von „ihrer“ Sparkasse abgehängt fühlen.

Die Förde Sparkasse ist eben keine reine Geschäftsbank – auch wenn die Vorstände fürstlich verdienen und ebenso im Alter abgesichert sind –, sondern befindet sich als Anstalt des öffentlichen Rechts in kommunaler Trägerschaft und ist dem Gemeinwohl verpflichtet. Im § 2 der Satzung heißt es: „Die Sparkasse ist ein selbstständiges Unternehmen in kommunaler Trägerschaft mit der Aufgabe, ... die angemessene und ausreichende Versorgung aller Bevölkerungskreise und insbesondere der mittelständischen Wirtschaft mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen auch in der Fläche sicherzustellen. Sie unterstützt dadurch die Aufgabenerfüllung des kommunalen Trägers im wirtschaftlichen, regionalpolitischen, sozialen und kulturellen Bereich.“

Daran darf sich die Kieler Zentrale gerne mal wieder erinnern.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 24.Sep.2016 | 06:10 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen