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Eckernförder Zeitung

27. September 2016 | 08:59 Uhr

Jahresempfang Altenholz : Roter Teppich für das Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Horst Striebich wird erster Ehrenbürger. Todeskino und Sibbel unter den Gästen.

altenholz | Es war schon ein Gänsehautmoment: Als Bürgermeister Carlo Ehrich und Bürgervorsteher Wolfgang Weiß dem ehemaligen Altenholzer Bürgermeister Horst Striebich die Ehrenbürgerschaft verliehen, herrschte im Ratssaal in Stift große Einigkeit. Geschlossen standen die rund 100 Gäste des Jahresempfangs am Donnerstag auf und klatschen minutenlang Beifall.

Das Besondere: Bisher hatte es noch keinen Ehrenbürger in Altenholz gegeben, die Satzung war erst vor wenigen Monaten entsprechend angepasst worden. Weiß gab einen kurzen Auszug aus den 18 Jahren (1992 bis 2010), in denen Striebich als Bürgermeister gewirkt hatte. Die Erweiterung der Claus-Rixen-Schule, der Umbau des Rathauses, das Bürgerbüro als Pilotprojekt, die interkommunalen Gewerbegebiete Teichkoppel und Erdbeerfeld, die Außenstelle der Kfz-Zulassungsstelle, die Verhinderung der Flughafenerweiterung, das Gymnasium in gemeindlicher Trägerschaft oder der Neubau der Grundschulaußenstelle, nannte Weiß „um nur einige Beispiele zu nennen“. Striebich hat an vielen Baustellen mitgewirkt. Schon dreimal hatte Striebich Bürgermeister Carlo Ehrich gratuliert: als er Büroleiter, Standesbeamter und Bürgermeister wurde. „Ich freue mich, mich heute revanchieren zu können“, erklärte Ehrich. „Eine goldrichtige Entscheidung für den ersten Ehrenbürger. Die Weiterentwicklung unserer Gemeinde und der Name Horst Striebich sind untrennbar miteinander verbunden“, erklärte Sylvio Arnoldi, der CDU-Ortsvereinsvorsitzende.

„Die Freude ist unbeschreiblich“, erklärte der sichtlich gerührte Horst Striebich, und er freue sich auch, dass sein Rat noch immer gefragt sei. „Es macht mir Spaß mit Rat und Tat Hilfestellung zu geben“, erklärte der aktive Ruheständler, der heute seinen 72. Geburtstag feiert.

Ob Trainer im Sportverein, Helfer beim Roten Kreuz oder als Lebensretter auf Abruf im Einsatz – das Ehrenamt steht immer im Mittelpunkt dieses Jahresempfangs. Auch in diesem Jahr war der Ratssaal gefüllt mit Vertretern aller Altenholzer Vereine und Institutionen. Stellvertretend für alle die, die ihre Zeit und Energie für ihre Mitbürger aufwenden und sich engagieren, zeichnete Bürgervorsteher Wolfgang Weiß Helga Jansen, Johanna Knoop und Mario Korn für herausragende Verdienste im Ehrenamt mit der Ehrennadel der Gemeinde aus.

Weil die Kinder oft weinend und verängstigt aus dem Weihnachtsmärchen im Opernhaus kamen, beschlossen die Eltern ein eigenes Weihnachtsmärchen auf die Beine zu stellen. Helga Jansen war 1985 Mitbegründerin der Theatergruppe „Pünktchen“ – eine Gruppe die aus Eltern, Kindergartenkindern und Schülern bestand. Jansen leitete „Pünktchen“ 15 Jahre lang und die Theatergruppe brachte in jedem Jahr ein Weihnachtsmärchen auf die Bühne des Gemeindezentrums. Helga Jansen schrieb das Drehbuch, führte Regie, koordinierte Kulissen und Kostüme. Vier Vorstellungen gab es jedes Jahr, rund 1300 Zuschauer kamen aus dem gesamten Dänischen Wohld. Darüberhinaus ist Helga Jansen im Vorstand des DRK-Ortsvereins aktiv und leitet das Sonntagscafé.

Die nächste Auszeichnung ging an Johanna Knoop. Sie hat von 1992 bis 2003 als Mitarbeiterin des DRK-Ortsvereins das Sonntagscafé begleitet. 2001 übernahm sie die Organisation der Blutspendetermine in Stift und 2003 auch die in Klausdorf. Seit 2007 werden alle Blutspendetermine in der DRK-Begegnungsstätte ausgerichtet, das sind bis zu fünf Termine im Jahr. Johanna Knoop organisiert das zehnköpfige Helferteam und sorgt für die Verpflegung der Spender. Inzwischen kann sie auf 60 Blutspendetermine mit insgesamt 3724 Spendern zurückblicken. „Sie hat die DRK-Blutspendetermine zu einer in Altenholz nicht mehr wegzudenkenden Einrichtung gemacht“, heißt es in der Laudatio.

Aus dem TSV Altenholz kommt der dritte Geehrte: Mario Korn ist seit 23 Jahren ehrenamtlich als Trainer in der Fußballabteilung im Einsatz. Er betreute E-Jugendliche, später auch B-Jugendliche, die unter ihm zwischenzeitlich in die Schleswig-Holstein-Liga, die höchste Spielklasse des Landes, aufsteigen konnten. Er organisierte Fahrten, Trikotanschaffungen, Sponsoren und zahlreiche Trainingseinheiten. Zorn begegleitete die Fußballer zu zahlreichen Trainingslagern und auch schon acht Mal zum einwöchigen Gothia-Cup, dem weltgrößten Jugendfußballturnier in Schweden. „Er ist für die Fußballabteilung des TSV Altenholz unverzichtbar“, trug der Bürgervorsteher vor.

Zum Jahresempfang waren auch Jörg Sibbel, Bürgermeister in Eckernförde, und Peter Todeskino, Bürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, gekommen. Beide lobten die interkommunalen Beziehungen und das Miteinander auf Augenhöhe. Beide erinnerten sich an die Zusammenarbeit mit dem neuen Ehrenbürger.

Für die musikalische Untermalung sorgten Maike Salzmann und Ulrich Lehna.

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erstellt am 17.Sep.2016 | 06:25 Uhr

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