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Grundschule gesicherte, Aus für die Regionalschule : Privatschule in Neudorf wird weitergeführt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Verkauf an neuen Träger zum September geplant / Gymnasium mit Regionalschule wird geschlossen

Die insolvente Privatschule Mittelholstein mit den drei Grundschulen Rendsburg, Neudorf-Bornstein und Gnutz bekommt voraussichtlich einen neuen Träger. Das teilte jetzt der Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber, Partner der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte, mit. Die Verhandlungen über einen Übernahmevertrag stünden kurz vor dem Abschluss. Sollten sie wider Erwarten doch noch scheitern, würden sie dennoch fortgeführt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die kaufmännische Leitung hätte dann der Insolvenzverwalter Schmid-Sperber. „Die drei Grundschulen mit 127 Schülern arbeiten rentabel und sind auch für die Zukunft finanziell solide aufgestellt“, so Schmid Sperber. „Ich gehe fest von einer Übernahme aus.“

Durchatmen bei den 14 Grundschullehrern und der Schulsekretärinnen. Ihr e Verträge würden in jedem Fall unverändert fortgeführt werden. Schon am Sonnabend, 28. Mai, lädt die Schule von 10 bis 12 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein.

„Ich bin sehr froh, dass es so aussieht, dass es für alle Grundschulstandorte weitergeht“, sagte Helge Kühl auf Nachfrage der Eckernförder Zeitung. Der Neudorfer hatte damals große Anstrengungen unternommen, um die Privatschule nach Neudorf zu holen und dessen Herz am Erhalt der Grundschulen hängt.

Für die Regionalschule sieht es allerdings anders aus, den nach der vierten Klasse ist Schluss: Zum kommenden Schuljahr schließen muss das Gymnasium Rendsburg mit seinem G9-Gymnasium und der Regionalschule, das ebenfalls zur Privatschule Mittelholstein gehört. Davon sind 66 Schüler und elf Lehrkräfte betroffen. Ihnen wird nun fristgerecht gekündigt. „Für diese Schule ist keine wirtschaftlich rentable Fortführung möglich“, so Schmid-Sperber. Das Bildungsministerium hat allen Schülern der Mittelstufe einen Platz an anderen Schulen der Umgebung zugesichert.

Das Ministerium wird den Eltern in Kürze Ansprechpartner für Rückfragen nennen. Diese finden sich dann auch auf den Internetseiten der Schule (www.privatschule-mittelholstein.com) sowie des Insolvenzverwalters (www.reimer-rae.de). Die Lehrer seien bereits informiert worden. Für die Eltern fänden in der kommenden Woche Elternabende statt.

Geplant sei die Übernahme der Grundschulen zum 1. September – also rechtzeitig zu Beginn des neuen Schuljahrs. „Die Grundschulen sind in der Region anerkannt und sowohl Eltern als auch Schüler sind von dem Schulkonzept überzeugt“, sagte Schmid-Sperber. Das Bildungsministerium müssen dem angestrebten Übernahmevertrag aber noch zustimmen. Da der Schulträger in Form einer gemeinnützigen GmbH aber bereits bestehe und lediglich ein Gesellschafterwechsel vorliege, habe der Insolvenzverwalterbezüglich hinsichtlich der Zustimmung keine Zweifel, zumal Vorgespräche mit dem Ministerium positiv verlaufen seien.
„Der Verkauf mehrerer Schulen ist kein gewöhnlicher betriebswirtschaftlicher Vorgang, sondern birgt eine besonders hohe Verantwortung gegenüber Schülern und Eltern. Daher sind wir froh, für zwei Drittel der Betroffenen eine Beschulung nach dem erfolgreichen Ansatz der Privatschule Mittelholstein gewährleisten zu können“, sagt Schmid-Sperber.  

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erstellt am 26.Mai.2016 | 06:35 Uhr

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