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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 05:29 Uhr

HotSpot : Pokémon-Jagd an der Strandpromenade

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Spiel „Pokémon Go“ führt zu Ballungen von Spielern an sogenannten Hotspots. Einer davon befindet sich am Strand vor der Stadthalle.

Eckernförde | Die Strandpromenade an der Stadthalle ist zu einem neuen Treffpunkt avanciert. Wildfremde Menschen sitzen oder stehen hier, blicken auf ihre Smartphones, tauschen sich aus, geben sich Tipps: Das Spiel „Pokémon Go“ hat auch Eckernförde erreicht, und an dieser Stelle befinden sich drei Sehenswürdigkeiten nebeneinander, was für die Spieler wie ein Magnet wirkt. Denn bei jeder „Sehenswürdigkeit“ wie der Strandnixe oder der Tourist-Info haben die Macher des Spiels einen „Hot Spot“ errichtet. Das sind Punkte, an denen die Spieler virtuelle Lockstoffe aussetzen können, um die Pokémons, kleine virtuelle Monster, anzulocken und einzufangen.

Für den IT-Profi Holger Frenzel (43) aus Solingen ist das eine Supersache: „Sonst sitzen die Kids zu Hause und spielen bei 30 Grad im Schatten in der dunklen Bude Counter Strike, jetzt müssen sie raus an die frische Luft.“ Das Spiel fördere die Bewegung. Er selbst sei in drei Tagen wegen des Spiels 24 Kilometer gelaufen, denn um möglichst viele Pokémons zu fangen, müsse man an möglichst viele Hotspots. Seine Monster kann man schließlich in sogenannten Arenen gegen die Pokémons anderer Spieler antreten lassen.

Die Schar der Pokémon-Fans ist bunt gemischt, alle Berufs- und Altersklassen sind vertreten, auch einige Frauen sind dabei. Dass es schon zu Unfällen gekommen sein soll, weil die Spieler ihre Umwelt nicht mehr wahrnehmen, kann Holger Frenzel gar nicht glauben. „Ich sehe alles, vielleicht nicht das Gesicht, aber dafür, ob jemand die Schnürsenkel offen hat.“ Eine ganz andere reelle Auswirkung hat die virtuelle Monsterjagd allerdings: Externe Akkus für Smartphones sind in den Eckernförder Geschäften nur noch schwer zu bekommen. Das Spiel verbraucht nämlich viel Strom, und alle Spieler haben sich noch schnell ausgerüstet. Deshalb ein Tipp: Wer heute zwischen 15.30 Und 19.30 Uhr zum Blutspenden in die Pestalozzischule geht, erhält einen externen Akku als Dankeschön.

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erstellt am 21.Jul.2016 | 06:01 Uhr

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