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Eckernförder Zeitung

27. Februar 2017 | 07:55 Uhr

Abriss : Platz für Feuerwehr und Eigenheime

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Abriss alter Tennishalle in Schönhagen hat begonnen / Gemeinde Brodersby kauft Fläche und schafft Platz für Gerätehauserweiterung und Baugrundstücke

Brodersby | Platz für eine Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Schönhagen und die Möglichkeit zum Angebot von fünf bis sechs Grundstücken für Eigenheime junger Familien – Brodersbys Bürgermeister Christian Schlömer und die Gemeindevertreter sind zufrieden. Seit Anfang April gehört der Gemeinde ein 8480 Quadratkilometer großes Areal nördlich des Feuerwehrgerätehauses Schönhagen im Eiskellerweg, das die herzogliche Gutsverwaltung der Gemeinde verkaufte. Für die Fläche zahlte die Gemeinde 280  000 Euro, sagte Schlömer bei einem Ortstermin. Der Kaufpreis schließt den Abriss der bisherigen Bebauung, eine Tennishalle samt zwei Außenplätzen, und fachgerechte Entsorgung ein, wie Schlömer ergänzte.

Seit dem 20. April laufen die Demontage und der Abriss, den die Eckernförder Firma BMS vornimmt. In der Halle, erbaut Anfang der 70-Jahre, war seit gut sechs Jahren nicht mehr Tennis gespielt worden. Zuletzt nutzte ein Hundesportverein aus Angeln die Halle für den Agility-Sport, berichtete Schlömer. Die Arbeiten an der Halle begannen mit der Entkernung. Dabei wurde in viel Handarbeit die Styroporverkleidung aus der Innenverkleidung entfernt, berichtete Sven Seemann von BMS. Im Anschluss werden noch die sogenannten OSB-Platten und Eternit-Platten der Wände demontiert, bevor mit schwerem Gerät die Holzdachkonstruktion eingerissen wird. Zuletzt wird mit einem Bohrhammer das Betonfundament zerlegt und abgefahren. „Der Abriss selber dauert nur ein bis zwei Tage“, sagte Seemann. Sorge bereitet dem Abrissteam der teils starke Ostwind, der Baumaterialien mitreißt. Daher würden sie besonders sorgsam vorgehen, versicherte Seemann. Ende Mai soll die Fläche baureif übergeben werden, so Schlömer.

Parallel dazu hat die Gemeinde den Architekten Matthias Wohlenberg beauftragt, einen Anbau am Feuerwehrgerätehaus zu entwerfen. Danach soll jetzt nach dem Flächenerwerb durch die Gemeinde eine neue Wagenhalle links im Anschluss an das alte Gerätehaus errichtet werden. In schätzungsweise 14 Tagen sollen sie die Pläne sehen, sagte Schlömer. Zusätzlich werden zahlreiche weitere Kfz-Stellplätze am Gerätehaus eingerichtet. Damit habe die Gemeinde zwei wesentliche Forderungen der Feuerwehrunfallkasse erfüllt, die am alten Gerätehaus moniert wurden, sagte der Bürgermeister. Die Enge der Durchfahrt im Eiskellerweg zum Gerätehaus soll nach Rücksprache mit der Feuerwehrunfallkasse durch eine Lichtzeichenregelung verbessert werden, erläuterte Schlömer.

Ihr Vorhaben wird die Gemeinde in einem B-Plan festhalten, der noch im Laufe des Jahres angeschoben werde soll. Im Plan wird dann auch festgelegt, dass Grundstücke für Einfamilienhäuser ausschließlich zum Dauerwohnen genutzt werden dürften. Ziel sei es, besonders jungen Familien Baugrund im Ort zu schaffen, sagte Schlömer. Ob besondere Wegerechte für Dritte eingerichtet werden, müsse sich im Zuge der weiteren Planung ergeben, stellte Schlömer fest.

Auf die Anbauvariante am bestehenden Gerätehaus umschwenken musste die Gemeinde, nachdem der Wunsch eines Gerätehausneubaus an der oberen Schlossstraße in Schönhagen an steigenden Kosten für den Bau und den Anschluss an die Ver- und Entsorgungsanlagen scheiterte (wir berichteten).

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erstellt am 10.Mai.2016 | 06:03 Uhr

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