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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 17:10 Uhr

Neue Schülerfirma - neue Idee : Pfiffige Pfeffermühlen in lokalem Look

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Schülerfirma „Aromateck“ der Jungmannschule bringt Gewürzmühlen im Leuchtturm-Design auf den Markt. Morgen ist der erste Verkaufstag.

Eckernförde | Diese Pfeffermühlen gehören in jeden Eckernförder Haushalt: Die neue Schülerfirma „Aromateck“ von der Jungmannschule startet morgen den Verkauf ihres Produktes - Pfeffermühlen im Eckernförde-Design. Angelehnt an den rotweißen und den blaugelben Leuchtturm am Hafen erinnern die geringelten Gewürzmühlen tatsächlich an die Leuchtfeuer und stellen für jede Küche eine Zierde dar.

Nach Rauteck und Conneckt ist es in diesem Schuljahr das Unternehmen Aromateck, das sich an dem Junior-Wettbewerb des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln beteiligt. „Normalerweise haben immer die WiPo-Profile teilgenommen“, sagt Jesper Tiedemann, einer der Vorstandsvorsitzenden des jungen Unternehmens. Erstmals sei es in diesem Jahr das Geografie-Profil der Jungmannschule, das sich mit anderen Schülerfirmen des Landes messen will. Die Betreuung der Schüler liegt in den bewährten Händen von Lehrer Axel Bürger. Der Sinn des Ganzen: Durch das Gründen ihrer eigenen Firma lernen die Schüler am eigenen Leib die Regeln wirtschaftlichen Handelns kennen.

Doch zu jedem Geschäft gehört zunächst eine passende Idee. „Zuerst wollten wir die Dreh-Köpfe der Pfeffermühlen gegen Schaltknüppel austauschen“, erklärt Jesper Tiedemann. „Doch das war technisch nicht umsetzbar und auch zu sehr an Rauteck angelehnt.“ Das Unternehmen hat 2014 den Wettbewerb sogar auf Europaebene gewonnen – „große Fußstapfen, in die wir treten“, sagt Jespers Vorstandskollegin Emilia Klatt.

Doch manchmal überzeugen gerade die einfachen Ideen. Die Pfeffermühlen blieben, nur das Design änderte sich. Die 16 und 17 Jahre alten Schüler produzieren saisonspezifisch: Eine Winter-Edition kommt gleich am Anfang in Form eines Schneemanns mit auf den Markt. „Vielleicht kommt zu Ostern eine andere Edition raus“, so Tiedemann.

In der Eckernförder Geschäftswelt haben die Schüler schon viel Zuspruch erhalten. Reico hat sich schon bereit erklärt, demnächst als Verkaufspunkt zu fungieren, ebenso die Touristik. Mit anderen Unternehmen sind die Schüler noch im Gespräch.

Sie überzeugen nicht zuletzt durch die gelieferte Qualität: „Die Pfeffermühlen bestellen wir bei dem Haushaltswarenhersteller Kesper“, erklärt Jesper Tiedemann. „Das Unternehmen hat einen guten Namen, die Mühlen bestehen aus Gummibaumholz aus Plantagenanbau mit einem Keramikmahlwerk.“ Die Schüler schleifen die Mühlen per Hand ab und bemalen sie in ihrer Freizeit. Für 19,95 Euro sollen sie den Weg auf dem freien Markt zum Kunden finden. Dafür haben sich die insgesamt 28 Schüler in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Es gibt Abteilungen für die Produktion, Finanzen, Marketing, Vertrieb und Verwaltung.

Der Schulbasar morgen von 16 bis 18 Uhr in den Räumen der Jungmannschule ist ein erster Lackmustest, wie die Pfeffermühlen bei den Kunden ankommen. Doch nicht nur auf den Verkauf kommt es an: Um zum Landesentscheid im März nach Kiel eingeladen zu werden, müssen auch ihre Homepage, die Verwaltungsberichte und die Finanzen stimmen. Dennoch sagt Lehrer Axel Bürger: „Das Weihnachtsgeschäft bleibt das Kerngeschäft der Produktion. Und der Kunde muss sich im Klaren sein: Diese Firma gibt es nur bis zum Sommer. Wer also eine Pfeffermühle als Weihnachtsgeschenk im nächsten Jahr haben will, muss sie jetzt kaufen.“

Aromateck wird ab dem 5. Dezember auch nachmittags auf dem Weihnachtsmarkt verkaufen.

> www.aromateck.de

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erstellt am 30.Nov.2016 | 06:26 Uhr

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