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Eckernförder Zeitung

25. März 2017 | 18:25 Uhr

Planung steht : Pädagogisches Zentrum ist das Herz der neuen Schule

vom

Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport gibt grünes Licht für Umbaupläne

Eckernförde |  „Es liegt in Ihrer Verantwortung für die Kinder unserer Stadt. Es muss endlich etwas passieren. Die Eltern sind mittlerweile ungnädig, und wir warten auch darauf, dass endlich etwas passiert.“  Es waren deutliche Worte, die  Heinke Marquardt, Leiterin der Gorch-Fock-Schule und zukünftige Leiterin der neu zu gründenden Grundschule am Wulfsteert, am Donnerstag während der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Kultur, Bildung und Sport unter der Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden Jörg Meyer (SPD) fand. Neben Marquardt nahmen weitere Elternvertreter sowie die Schulleiter der Peter-Ustinov-Schule, Dirk Söhren, der Jungmannschule, Sebastian Klingenberg, und der Grund- und Gemeinschaftsschule, Standort Nord, Johann-Christoph Alsen, teil.

Zur weiteren Umsetzung des Schulentwicklungsplanes, der auf dem Klemm-Gutachten von 2011 basiert,  sollen die vorhandenen Grundschulen Gorch-Fock-Schule und GGS-Süd am Standort Wulfsteert zur neuen Grundschule Wulfsteert zusammengeführt werden.  So wird Platz geschaffen für den Raumbedarf der Peter-Ustinov-Schule (wir berichteten).

 Umstrukturierungen und  Sanierungen sowie ein Neubau sind  dafür nötig.   Das Herzstück der neuen Grundschule  soll das pädagogische Zentrum werden, für das ein  Neubau  vorgesehen ist.  „Es soll ein großer offener Raum werden. Das Kind fühlt sich willkommen, es stellt den Ranzen ab, Gespräche finden statt“, warb Marquardt für das pädagogische Zentrum, das in Anlehnung an die in der Gorch-Fock-Schule bereits bestehende Halle konzipiert werden soll, „nur viel größer, weil wir  dann eine  große Grundschule (rund 380 Schüler) haben werden“, so die  Schulleiterin. Gemeinsam mit Lehrern und Eltern hat die Stadt  inzwischen einen  Planungsentwurf entwickelt. 

Das Projekt ist in zwei  Bauabschnitte unterteilt: Im ersten sollen 2018 die Umstrukturierung und die Sanierung (Kosten: 1,2 Millionen Euro) erfolgen, im zweiten Abschnitt ein Jahr später der Neubau des pädagogischen Zentrums (Kosten: 1848000 Euro). Bürgermeister Jörg Sibbel begründete die zeitliche Verzögerung der Maßnahmen mit der europaweiten Ausschreibung, die  für Vorhaben dieser Größenordnung gesetzlich vorgeschrieben ist.  Die Ausschreibung soll 2017 erfolgen (Kosten: 352000 Euro).

 Angesichts dieser Zeitvorgabe sorgte  ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowohl bei den Gästen  als auch bei den Ausschussmitgliedern für Irritationen.    Inhalt: Der Ausschuss für Jugend, Kultur, Bildung und Sport sollte beschließen, vor der Beschlussfassung durch die Ratsversammlung die Vorlage sowohl dem Bauausschuss als auch Finanzausschuss zuzuleiten. Die Verwaltung  sollte „den Ausschüssen eine fundierte Entscheidungsgrundlage samt zukünftigem Nutzungskonzept“  vorlegen, so Fraktionsvorsitzender Edgar Meyn.   Seine Fraktion hätte sich angesichts der Baukosten von 3,4 Millionen Euro einen Raumverteilungsplan und einen Ortstermin gewünscht, so Meyn.

Katharina Heldt fand es „unmöglich, an der Kompetenz dieses Ausschusses zu zweifeln“, so die Fraktionsvorsitzende der CDU. Es liege  im  Freiraum der Schule, wie sie ihre Räume gestalte, betonte Susanne Molt (FDP). Die Pläne seien bereits durch: „eigentlich erübrigt sich jetzt jede Diskussion“, so Molt. Auch der SSW signalisierte seine Unterstützung: „Verwaltung, Lehrer und Eltern haben sich  tolle Gedanken gemacht“, sagte Sylvia Grabowski-Fillmer. Für sie  stehe es gar nicht mehr  zur Debatte, dass die Vorlage noch einmal in den Bauausschuss verwiesen werde. „Wir brauchen eine schnelle Lösung“, betonte Ausschussvorsitzender Meyer, „es ist ein Zeichen des Ausschusses, der Ratsversammlung und der Stadt an Lehrer und Eltern.“ So wurde der Antrag der Grünen bei einer Enthaltung abgelehnt. 

Für die Beschlussvorlage der Verwaltung hinsichtlich Umstruktierung, Sanierung und Neubau für die neue Grundschule am Wulfsteert sprach der Ausschuss eine einstimmige Empfehlung für die Ratsversammlung aus.

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erstellt am 19.Nov.2016 | 06:00 Uhr

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