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Eckernförder Zeitung

29. September 2016 | 03:36 Uhr

110 Kilometer : Paddel-Abenteuer vor dem Kreidefelsen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Ecksen ECKspress“ meistert 110-Kilometer-Rennen in gut elf Stunden / 2017 Rennen auf der Schlei geplant

Groß Wittensee |
Geschwindigkeiten von bis zu 25 Stundenkilometer können die so genannten Auslegerkanus bei entsprechendem Wind und Wellensurfen erreichen. Acht dieser 13,5 Meter langen Sechssitzer gingen beim Rugia Hoe Festival über 110 Kilometer vor Sellin, dem bisher größten deutschen Wettbewerb dieser Art vor Rügen an den Start. Neben Teams aus Dresden, Berlin, Neubrandenburg und Mühlheim startete auch eine Crew aus Groß Wittensee. Unter den acht Teams befanden sich viele amtierende und ehemalige Olympiasieger, Weltmeister und Mitglieder von Nationalteams aus der Kanu- und Drachenboot-Szene.

Die Boote sind durch den Ausleger sehr kippsicher und erlauben den Bootsrumpf sehr schmal zu gestalten. Das macht die Boote schnell – ein Vorteil beim Überwinden großer Distanzen.

Das Zwölfköpfige-Outrigger-Team ECKsen-ECKspress aus Groß Wittensee – mit einem Altersdurchschnitt von 55 Jahren – fuhr an zwei Tagen 110 Kilometer im echsengrünen Auslegerkanu. Sieben der zwölf Paddler kamen aus Schleswig-Holstein: Susanne von der Twer, Angelika Sieh, Anke Wilke, Ann-Kristin Jacobs, Birger Schwien, Christian Koth und Teamcaptain Jörg Oppor. Das Team meisterte die Strecke in fünf Etappen bei kräftigen Winden, dabei oft gegen an und entsprechendem Seegang in 11:02 Stunden. „Dabei wurde von Etappe zu Etappe die komplette und Teile der Crew gewechselt“, berichtete der Groß Wittenseer Jörg Oppor. In anderen Booten paddelten einzelne Leistungssportler sogar die kompletten 110 Kilometer durch. „Besonders vor dem Königsstuhl war die See bei 4 Windstärken recht bewegt und bis zu zwei Meter hoch“, erzählte Oppor. Der Sieger, bei dem nicht nach Altersklassen oder Geschlecht unterschieden wurde, benötigte 8:35 Stunden.

„Alle Sportpaddler gingen bis an die äußersten Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit“, so Oppor. „Und da ist für nächstes Jahr noch Luft nach oben“, betonte Oppor. Denn die Technik sei komplex und die Wittenseer könnten nur knapp vier Monate trainieren, da das neue Boot erst im Mai 2016 eingetroffen sei.

Der Austragungsort Sellin/Rügen erwies sich als Glücksgriff. Die Gemeinde hatte ein rundum gelungenes Fest auf die Beine gestellt. 2017 soll die Veranstaltung erneut stattfinden. Die Groß Wittenseer prüfen aber auch schon eine weitere Veranstaltung dieser Art, die über 80 Kilometer von Schleswig als Startort durch die Schlei an Damp vorbei nach Eckernförde als Zielort führen soll. 


>Interessierte am Drachenboot oder Ocean-Sport können sich an den Verein Freiherr-vom-Stein-Yacht-Club wenden. www.fycev.jimdo.com





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erstellt am 20.Sep.2016 | 05:55 Uhr

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