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Eckernförder Zeitung

23. Februar 2017 | 19:40 Uhr

Neues marketing-instrument : PACT – Lösung für Stadtentwicklung?

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Im Zuge ihrer Bachelorarbeit verteilt die FH-Studentin Janina Goos aus Rieseby ab Montag Fragebögen an Eckernförder Unternehmen in der Innenstadt. Die Befragung erstreckt sich auf den Bereich Kieler Straße, Gänsemarkt, Rathausmarkt und Kirchplatz.

An einem Strang ziehen, wenn es um die qualitative Aufwertung und Entwicklung der Stadt geht, ist wünschenswert, aber nicht realistisch – gerade bei vielen Geschäftsleuten und Grundeigentümern sei das der Fall, erklärt Stefan Borgmann, Geschäftsführer der Eckernförde Touristik & Marketing GmbH. Viele profitierten von Verbesserungen, engagierten sich aber nicht und beteiligten sich auch finanziell nicht. Das PACT-Prinzip könne hier Abhilfe schaffen. Die Eckernförder Geschäftswelt hat jetzt die Möglichkeit, sich für dieses Marketing-Instrument zu entscheiden.

Im Zuge ihrer Bachelorarbeit an der Fachhochschule Kiel zum Thema „Die Eckernförder Innenstadt – ein attraktiver Ort für Kunden und Unternehmer?“ verteilt die Riesebyer Studentin Janina Goos ab Montag rund 150 Fragebögen in den Unternehmen in der Kieler Straße und den angrenzenden Plätzen, wie Gänsemarkt, Rathausmarkt und Kirchplatz.

Die Befragung fußt auf dem PACT-Prinzip (Partnerschaft zur Attraktivierung von Dienstleistungs-, City- und Tourismusbereichen), der schleswig-holsteinischen Version der amerikanischen Initiative Business Improvement Districts. Diese bietet neue Möglichkeiten zur qualitativen Verbesserung unter starker Betonung der Beteiligung der ansässigen Unternehmer. „Hauptziel des PACT-Gesetzes ist es, durch Stärkung der Eigeninitiative der lokalen Wirtschaft, der Grundeigentümer sowie der kommunalen Selbstverwaltung, Stadtquartiere aufzuwerten und dabei jene konzeptionell und finanziell zu beteiligen, die davon unmittelbar profitieren“, erklärt die 26-jährige Studentin der FH Kiel, die noch bis Juli ein Praktikum bei der Eckernförder Touristik & Marketing GmbH absolviert. Im konkreten Fall geht es um die Aufwertung des Quartiers Kieler Straße mit den angrenzenden Plätzen.

Wilfried Wagner, Vorstandsvorsitzender des Wirtschaftskreises Eckernförde, begrüßt die Aktion: „Das ist ein sehr gutes Thema“. Die Wirtschaft profitiere von Janina Goos’ Bachelorarbeit. Dabei gehe es um Angst vor Verödung der City aufgrund aktueller Entwicklungen, beispielsweise Online-Handel, konkrete Verbesserungsvorschläge, Art der Produktpalette, Höhe des Umsatzes, Bereitschaft für ein aktives Engagement und eine Sonderabgabe – das deckt nur einen Teil des 20 Fragen umfassenden Katalogs ab.

Im Dezember 2008 und Januar 2009 habe es bereits eine PACT-Initiative, ebenfalls im Zuge einer Bachelorarbeit, gegeben, so Stefan Borgmann. Diese sei aber nicht erfolgreich gewesen. Stimmen die Geschäftsleute diesmal zu, sieht PACT zwingend eine Zustimmung durch die Grundstückseigentümer vor. Diese muss mindestens 70 Prozent betragen. Erst dann können unter Beteiligung der kommunalen Politik weitere Schritte unternommen werden.

Als Beispiel für eine gelungene PACT-Initiative nennt Borgmann die Stadt Flensburg, die zur Zufriedenheit aller eine qualtitative Aufwertung der Fußgängerzone erfahren hat.

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erstellt am 20.Jun.2014 | 07:43 Uhr

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