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Eckernförder Zeitung

08. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Spielplatzpaten : Ohne Paten keine sicheren Spielplätze

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Stadtverwaltung lädt Spielplatzpaten zum Erfahrungsaustausch. Kinder auf Spielplätzen werden immer weniger. Es werden noch ehrenamtliche Paten gesucht.

Eckernförde | Sie besichtigen regelmäßig die Spielplätze, kontrollieren die Spielfläche, melden Defekte und Mängel an den Spielgeräten und hören sich die Sorgen und Nöte der Kinder und Eltern an. So zum Beispiel Uwe Burscheid. Der Rentner ist für den Spielplatz am Pferdemarkt/Gasstraße zuständig. Nur wenige Meter entfernt verläuft die Bahnstrecke Kiel – Flensburg. Nachdem die Stadt das gesamte Grün der Böschung und den Zaun entfernt hat, seien die Eltern in Sorge, so Burscheid: „Die Eltern haben große Angst, dass die Kinder am Bahngleis spielen und es zu einem Unglück kommen kann.“ Uwe Schäfe, Mitarbeiter im Bauamt, Sachgebiet Tiefbau, versicherte, dass ein neuer Zaun bereits bestellt sei und in Kürze aufgestellt werde.

Ehrenamtliche Paten betreuen seit 2003 die Spielplätze im Ostseebad. Zurzeit werden 17 der 23 kommunalen Spielplätze von Ehrenamtlern regelmäßig kontrolliert. „Sie sind in der Regel vor Ort, wohnen in der Nachbarschaft und sehen nach dem Rechten“, dankte Bürgermeister Jörg Sibbel. Am Montagnachmittag hatte die Verwaltung die Ehrenamtler zum jährlichen Erfahrungsaustausch ins Rathaus eingeladen.

Die Spielplatzpaten sind: Holger Hamann, Frauke Kuhlemann, Diana Suermann, Gunter Niemann, Wolfgang Blunck, Eckhard Hagen, Matthias Wülfing, Uwe Burscheid, Horst Bickel, Karl-Heinz Wörmbke, Frauke Schuldt, Kerstin Wehr, Elisabeth Frank, Gerhard Frank, Björn Fischer und Günter Haß

Alle Spielplatzpaten konnten der Aussage von Holger Hamann beipflichten, der den Spielplatz in der Kurt-Pohle-Straße betreut: „Von Vandalismus ist keine Spur“, sagte Hamann. Der Platz sei gut in Schuss. Wie seine Kollegen betonte auch er abschließend in seinem Bericht, „leider sind dort zu wenige Kinder.“ Zu wenig Kinder auf den Spielplätzen, das stellen alle Spielplatzpaten fest – bis auf Frauke Kuhlemann. Sie hat die Patenschaft für den Spielplatz in Grasholz übernommen. Dieser sei sauber und ordentlich. Vor allem der Bolzplatz werde super angenommen. „Aus den Kindern sind zwischenzeitlich junge Erwachsene geworden, aber die bolzen da immer noch“, wusste sie zu berichten. Gunter Niemann, der den Spielplatz in der Richard-Vosgerau-Straße betreut, regte an, zusätzliche Schilder aufzustellen. Der Spielplatz verfügt über drei Zugänge, nur einer sei beschildert. Hundehalter benutzten das Fehlen der Hinweisschilder oft als Ausrede, um den Platz zu überqueren, so Niemann.

Wie die Zukunft des Spielplatzes in der Prinzenstraße angesichts der geplanten Bebauung aussieht, bleibt noch ungewiss. „Wir wissen nicht, ob es zur Bebauung kommt“, teilte Bürgermeister Sibbel auf Nachfrage mit.

Für sechs Spielplätze sucht die Verwaltung noch Paten: Dietrich-Bonhoeffer-Straße, Holweg, Schulweg, Bürgermeister-Jahn-Weg, Diestelkamp und Schiefkoppel (am Regenrückhaltebecken). Die Paten erhalten einen Kostenersatz von 50 Euro pro Jahr. Wer Interesse hat, meldet sich bei der Bauverwaltung: Uwe Winkelmann, Tel. 04351/710602.

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erstellt am 20.Apr.2016 | 06:14 Uhr

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