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Nooröffnung scheidet als Kinostandort aus – neue Interessenten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Nooröffnung eignet sich aus städtebaulichen Gründen nicht als Kino-Standort. Diese Auffassung, die sie ausdrücklich als persönliche Meinung deklarierte, vertritt Alexandra Dahmen vom Sanierungsträger der Nooröffnung, der BIG Städtebau. Und damit steht sie nicht allein. In der Sitzung der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Vorbereitung eines Investorenwettbewerbs für das Projekt Binnenhafen - Nooröffnung am Dienstagabend im Ratssaal gab es niemanden, der sich in dem Areal einen großen „fensterlosen Kubus“ vorstellen konnte. Alle Redner sprachen sich für eine „Entkoppelung“ von Kino-Neubau und Nooröffnung und einen möglichst zügigen Bau an anderer Stelle in der Innenstadt aus. Damit wäre dann auch der Standort Reeperbahn / Ecke Schulweg vom Tisch, der ja Teil der Nooröffnung ist.

Bleiben nach derzeitigem Stand folgende Kino-Standortalternativen: Skaterpark im Schulweg, Sky-Parkplatz Gartenstraße und das ZOB-Gelände an der Reeperbahn. Alle drei Grundstücke befinden sich im Besitz der Stadt und wären somit auch kurzfristig verfügbar. Bürgervorsteherin Karin Himstedt (CDU) dürfte für alle gesprochen haben, als sie eine „möglichst zügige Umsetzung eines Kino-Neubaus“ forderte. In jedem Fall wird die Stadtverwaltung alle möglichen Kino-Varianten für die Einwohnerversammlung am Dienstag, 2. Juni, um 18.30 Uhr in der Stadthalle mit allen Vor- und Nachteilen darstellen.

Bürgermeister Jörg Sibbel erweiterte die bis dahin vorgetragenen Möglichkeiten und sprach von „drei Varianten“. Es gehe nicht nur um die Frage, ob das Kino-Center innerhalb oder außerhalb der Nooröffnung gebaut werden sollte, sondern auch um die Möglichkeit, ein Kino-Center an einem für den Aldi-Markt interessanten Standort – und dafür käme nach derzeitigem Stand nur der Skaterpark im Schulweg infrage – zu bauen und im Gegenzug ganz auf einen Einzelhändler an der Nooröffnung zu verzichten und durch andere Nutzungen zu ersetzen. Auch diese Option gebe es und müsse ins Kalkül gezogen werden.

Wie der Bürgermeister weiter bekannt gab, hätten sich nach dem Kino-Aus am Bahnhof neben dem für diesen Standort vorgesehenen Investor Sindram und Kinobetreiber Schulz auch noch weitere Interessenten gemeldet, die in Eckernförde ein Kino bauen und betreiben möchten. Es dürfte sich um diejenigen handeln, die ihre Pläne schon einmal in Eckernförde vorgestellt und die Standorte Skaterpark Schulweg und Sky-Parkplatz Gartenstraße favorisiert hatten. „Die Interessenten haben die bisher geplante Größenordnung mit fünf Kinosälen und 770 Plätzen für Eckernförde als Planungsgrundlage bestätigt“, sagte Sibbel. Zuletzt gab es Überlegungen, ein etwas kleineres Kino mit beispielsweise vier Sälen und reduziertem Platzangebot zu realisieren, weil es sich dann leichter in die Infrastruktur der Innenstadt einfügen ließe und sich weitere Standortalternativen ergeben könnten. Nach dieser Auskunft der Investoren und Kinobetreiber dürfte das Pendel wieder in die ursprüngliche Richtung ausschlagen.

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erstellt am 15.Mai.2015 | 06:43 Uhr

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