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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 01:08 Uhr

Neuplanung rund um den Bahnhof

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

6,2 Hektar sollen aufgewertet und angebunden werden

Die Ratsversammlung hat mehrheitlich den Weg für eine Überplanung des Bahnhofsareals vom grünen Weg bis zum Schulweg, von der Reeperbahn bis zur B 76 frei gemacht. Mit den Stimmen von SPD, Grünen, Linken und Bürger-Forum (ohne Thorsten Peuster) und gegen das Votum von CDU, SSW und FDP hat die Ratsversammlung den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 69 gefasst. Ziel ist es, das 6,2 Hektar große Gebiet attraktiver zu gestalten und an die Innenstadt anzubinden, wobei insbesondere die Kieler Straße Süd profitieren soll. Die Stadt soll erneut mit der Bahn über einen Ankauf des Empfangsgebäudes und der dazugehörigen Flächen verhandeln.

Auch ein Kinokomplex, gegebenenfalls in Verbindung mit einer neuen Stadthalle, ist in den Planungszielen enthalten. Weitere Ziele: Ansiedlung von Gewerbe, Einzelhandel, Dienstleistungen, Errichtung einer Fahrradservicestation, Schaffung zusätzlicher Parkplätze, Verbindung des Bahnhofsareals mit der Innenstadt unter Berücksichtigung der Stadtbildanalyse, Umsetzung der im Cima-Einzelhandelsgutachten dargestellten Entwicklungsmöglichkeiten, Aufwertung der südlichen Innenstadt und Anbindung an die Kieler Straße, barrierefreie Verbindung zwischen Bahnhofsareal und dem Parkplatz Grüner Weg sowie Anpassung des Zob an das in Arbeit befindliche ÖPNV-Konzept. Eine modulhafte Umsetzung der Planung soll gewährleistet werden. Der Planung zugrunde liegen das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) sowie der Rahmenplan Innenstadt, erklärte SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Klimach-Dreger. Der Bahnhof spiele als Ankunftsort und zentraler Verkehrsknotenpunkt eine besondere Rolle für die Attraktivitätssteigerung der südlichen Innenstadt. Man müsse über alle vorhandenen Konzepte, die den Bahnhofsbereich tangierten, eine Planung legen, um das große Gebiet zu strukturieren und eine Entwicklung aus einem Guss zu ermöglichen. Ansonsten drohten lauter unkoordinierte Einzelplanungen.

Katharina Heldt (CDU) wollte da nicht mitgehen. Der Antrag sei bereits mehrfach abgelehnt worden, es sei schon „merkwürdig“, dass er nun erneut zur Abstimmung stehe. Sie kritisierte, dass trotz des gültigen Sanierungsbeschlusses für die Stadthalle laut Antrag an einen Neubau auf dem Bahnhofsareal gedacht werde. „Die Verwaltung weiß bald gar nicht mehr, was sie machen soll.“

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Edgar Meyn, sprach hingegen von einer Weiterentwicklung der Stadt, einer Anbindung der Kieler Straße Süd und die Entwicklung eines neuen Entrées bis hin zum Fördeplatz zwischen Stadthalle und Willers-Jessen-Schule. Es sei sogar vorstellbar, am Bahnhof zu wohnen, sagte Meyn. „Eckernförde ist so attraktiv und zieht Geld an. Warum wollen wir darauf verzichten? Machen wir die Braut hübsch. Ich wette: Investoren werden sich melden.“

Sylvia Grabowski-Fillmer (SSW) sprach von einem „reizvollen und sinnvollen“ Projekt, nur sei dafür jetzt der falsche Zeitpunkt, weil man sich um viele andere, vorrangige Dinge wie die Schulfusion am Wulfsteert kümmern müsse.

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erstellt am 14.Mai.2016 | 06:54 Uhr

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