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WIrtschaft regional : Neues Leben im Café Alte Schule

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Moritz Graf zu Reventlow und Dawid Turecki haben das beliebte Cafe in Wulfshagen wieder in Betrieb genommen.

Darauf haben viele Menschen in der Region gewartet: Drei Jahre, nachdem Edith und Dieter Kettenburg das Café Alte Schule aufgegeben haben, sind die Räume wieder mit Leben erfüllt. Eigentümer Moritz Graf zu Reventlow betreibt das Café in idyllischer Lage nun selbst – gemeinsam mit Dawid Turecki.

„Wir haben dich vermisst. Wie schön, dass du wieder mit solcher Qualität erfüllt wurdest.“ Das ist nur einer der zahlreichen Einträge im Gästebuch, die innerhalb von wenigen Tagen zusammengekommen sind. Das warme Rot an den Wänden ist das Einzige, was vom alten Café geblieben ist. Graf zu Reventlow und sein Partner Turecki haben es mit grünen Vorhängen kombiniert, die das Grün aus der umliegenden Natur nach innen übertragen sollen, erklären beide. 50 Gäste haben dort Platz – durch das Heraustrennen einer Wand ist der Raum großzügiger geworden. Auch der Flur und die Sanitärräume wurden anders zugeschnitten und mit alten Fotos, die die Geschichte des Gutes Wulfshagen erzählen, dekoriert. Weitere 50 Plätze bietet der ebenfalls umgestaltete Außenbereich mit Garten.

Ursprünglich sei die Idee gewesen, nach der Komplettsanierung des Gebäudes eine Gastronomie in der Alten Schule aufzubauen, berichtet Graf zu Reventlow. Doch es sei schwierig gewesen, das Vorhaben zu realisieren – es fehlten die Interessenten für das Objekt. Als Stephanie Abel dann mit der Frage an ihn herantrat, einen Teil des Hauses für ihre Patisserie zu mieten, wurde Ende 2014 entsprechend ihrem Bedarf ein Teil des Gebäudes dafür abgeteilt. „Die andere Hälfte sollte wieder ein Café werden“, erzählt der Gutsbesitzer. Doch schon wie beim Restaurant fand sich auch hier kein Betreiber. „Dann haben wir uns entschieden, es selbst zu machen“, berichtet der Graf. Für seine Familie ein Sprung ins kalte Wasser – noch nie waren sie in diesem Bereich tätig. Doch mit vereinten Kräften und fachkundiger Beratung bewältigten sie die Probephase und eröffneten schließlich Anfang August offiziell das neue Café.

Am zweiten Augustwochenende bewirteten sie allein am Sonntag 250 Gäste mit ihren hausgemachten Kuchen. „Es sind viele Stammkunden von den Kettenburgs dabei. Aber wir sprechen noch ein breiteres Publikum an“, hat Moritz Graf zu Reventlow festgestellt. Für ein gutes Stück Kuchen seien die Menschen bereit weit zu fahren. Und dass sie das bekommen, darauf legen er und Turecki großen Wert. Käsekuchen, Käsekirschkuchen, Schoko-Preiselbeertorte, Mandarinensahnetorte und Zitronen-Baisertorte gehören zu ihrem Standardprogramm. „Das wird jahreszeitlich erweitert“, erklärt Turecki und kündigt für den Herbst unter anderem Apfel- und Pflaumenkuchen an. Außerdem stehen die Törtchen der benachbarten Patisserie Abel auf ihrer Karte.

Ob sie zum Winter einen Abend in der Woche warme Küche anbieten, haben die beiden frischgebackenen Café-Betreiber noch nicht entschieden. Mit Blick auf den nächsten Sommer aber können sie sich auch einen Biergarten im Schutz der alten Bäume vorstellen.

Das Café Alte Schule hat donnerstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Homepage geht es hier

 

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erstellt am 17.Aug.2015 | 12:19 Uhr

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