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Eckernförder Zeitung

25. Juni 2016 | 12:39 Uhr

Campen mit Komfort : Neuer Wohntrend: Mikrohäuser

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sechs der 13 Ferienhäuser auf dem Campingplatz Grönwohld sind bereits vermietet. Gesamtinvestition von rund 850 000 Euro.

Sie sind modern, betont schlicht und unter ökologischen Gesichtspunkten konsequent mit dem natürlichen Material Holz errichtet: Seit zwei Wochen bietet Michael Kreuzer, Inhaber des Campingplatzes Grönwohld, Mikrohäuser als Ferienhäuser zur Vermietung an. Dafür hat er seinen Campingplatz, den er seit elf Jahren selber betreibt, mit Genehmigung der Gemeinde um zwei Hektar erweitert.

Auf der neuen Fläche sollen neben den Häusern auch Campingwagen und auf einer Wiese Camper mit Kindern Platz finden, die es ruhiger mögen. „Wir sind bisher mit sechs Häusern im Betrieb“, erzählt Michael Kreuzer bei einer kleinen Besichtigung. 18 Häuser dürften sie errichten, 13 sind geplant. Die restlichen sieben Häuser sind bereits bestellt und werden nach der Saison im Herbst und Winter aufgestellt. Der kleinere Haustyp mit einer Fläche von 28 Quadratmetern, einem Schlafzimmer und Schlafsofa eignet sich für maximal vier Personen, der größere Haustyp mit einer Fläche von 40 Quadratmetern, zwei Schlafzimmern und Schlafsofa für bis zu sechs Personen. Der Blick von der Terrasse gleitet über goldene Weizenfelder, sattgrüne Knicks und das Meer. „Die Häuser sind extra stufenweise auf der Fläche angeordnet“, erklärt Michael Kreuzer. „Man sieht von jedem Haus irgendwie das Meer.“

Innen sind sie ebenfalls reduziert und mit klarer Linie eingerichtet. Das Bad ist mit Dusche ausgestattet, die Küche mit den notwendigen Haushaltsgeräten, der Wohnbereich mit Esstisch und Stühlen. An den Wänden hängen trendig aus Europaletten gefertigte Regale und Bilder mit Surfern in Aktion. „Wir haben konsequent natürlich Materialien verwendet“, betont Michael Kreuzer. Innen Birke, außen Lerche, der Fußboden ist aus Eiche.

Der Außenbereich wird noch komplett mit Rollrasen und die Wege mit dunklem Splitt ausgelegt. Für das Gesamtprojekt hofft Michael Kreuzer mit 850  000 Euro auszukommen. Entworfen hat er die Mikrohäuser zusammen mit Architekt Thomas Hahn aus Kiel. „Wir wollten etwas Eigenständiges schaffen, was nicht teurer ist als vergleichbare Objekte und einen Tick intelligenter“, erzählt er. Die Solarsysteme werden im September installiert. Ferienhäuser auf Campingplätzen lägen mit einem Marktanteil von 25 Prozent voll im Trend, weiß Michael Kreuzer. „Die Gäste möchten nichts mitbringen, mögen die lockere Campingplatz-Atmosphäre, die sie mit dem Komfort einer festen Unterkunft verbinden wollen.“ Die Häuser sollen auch ganzjährig über zwölf Monate vermietet werden. Zurzeit sind alle Häuser belegt. Michael Kreuzer ist zufrieden. „Es läuft wunderbar“, sagt er. Auch im Campingbereich sind sie sehr gut gebucht. Dass durch die Surf-Schule auch viele junge Leute kommen, freut ihn besonders. Er fügt hinzu: „Aber wir brauchen schönes Wetter.“

 

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