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Straßenbau : Neuer Asphalt für die K 60 in Holzdorf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bauausschuss empfiehlt Abwasserkanalsanierung in offener Bauweise vor Straßensanierung ab Juni / Bauleitplanung für Windpark Holzdorf aufgehoben

Holzdorf | Die Realisierung eines Windparks Holzdorf wird unwahrscheinlicher. Im aktuellen Entwurf des Regionalplans zur Windkraft des Landes Schleswig-Holstein ist die bisher für einen Windpark vorgesehene Fläche westlich Maasleben und nördlich Bösbyfeld nicht mehr als Vorrangfläche für Windkraft ausgewiesen. Der bisherige Vorhabenträger, die Firma Prokon, hat auf Grund dieser Entwicklung von einer weiteren Bauleitplanung für den Bereich abgesehen, teilte Sönke Röhe, Vorsitzender des Holzdorfer Bau-und Wegeausschusses Mittwochabend mit. Man sehe nur noch geringe Chancen, die Fläche zur Gewinnung von Windenergie zu nutzten, hieß es in einer Mitteilung der Firma, die zugleich ihre in Vorleistung erbrachte finanzielle Einlage für die Bauleitplanung zurückfordert. Im Dezember 2012 hatte die Gemeinde den Aufstellungsbeschluss für die 1. Änderung des F-Plans der Gemeinde wie auch den Aufstellungsbeschluss des vorhabenbezogenen B-Plan Nummer 2 gefasst. Der Ausschuss empfahl im Jugendraum nun einstimmig die Aufhebung der beiden Verfahren.

Schneller als gedacht beabsichtigt der Kreis Rendsburg-Eckernförde nun die K60 mit einer neuen Asphaltdecke zu versehen, kündigte Röhe an. So ist nach Rücksprache mit dem Kreis geplant, die Straße und damit auch die Ortsdurchfahrten Holzdorf und Seeholz im Juni und Juli diesen Jahres zu sanieren. Bevor dies geschieht, sollen Schäden in der Kanalisation im Verlauf der Straße saniert werden. Schäden waren nach einer Reinigung und Inspektion (Video) im Zuge der Erstellung eines Kanalkatasters ermittelt worden. Nachdem bereits zahlreiche kleinere Schäden im Inlinerverfahren (ohne Baugrube) beseitigt wurden, stehen nun noch Schäden an, die in offener Bauweise behoben werden müssen, so Röhe. Er schlug vor, neben den Schäden in der K60 auch weitere Schäden im Gemeindegebiet in einer Ausschreibung in offener Bauweise beheben zu lassen, statt zweimal Firmen zu beauftragen, das würde mehr kosten, so Röhe. Im Vorfeld der Sanierung sollen vor allem die so genannten alten Bürgermeisterkanäle noch einmal mittels Nebel auf verbliebene Anschlussnehmer überprüft werden. Die Leitung ist nicht mehr in Betrieb. „An sich müssten Anlieger seit über 30 Jahren schon ihre Anschlüsse an die alten Kanäle gekappt haben und an die damals neu verlegten Kanäle angeschlossen haben“, erklärte der Ausschussvorsitzende. Nach der Nebelaktion werden die alten Bürgermeisterkanäle mit Beton verfüllt, da ihre Traglast zu schwach sei. Darüber hinaus müssen auch zahlreiche Schachtoberteile von Schmutz- und Regenwasserkanalisation und Straßenläufen erneuert werden. Eine Kostenschätzung der Bauverwaltung des Amtes Schlei-Ostsee geht von rund 50  000 Euro aus. Hinzu kommen noch die Kosten, vermutlich zusätzlich 30  000 Euro, wie Röhe ergänzte, für die weiteren Tiefbauarbeiten an weiteren defekten Kanälen in der Gemeinde, die nun in einem Rutsch statt in zwei Vorhaben saniert werden sollen. Der Ausschuss empfahl einstimmig, dass der Bürgermeister erforderliche Aufträge vergeben soll. Finanziert wird das aus der Sonderrücklage Abwasser, in der zurzeit 214  000 Euro enthalten sind.

Im Vorgriff auf den für 2019 geplanten Ausbau des schnellen Internets durch den Breitbandzweckverband und die Stadtwerke Schleswig, soll über die Sanierung der straßenbegleiteten Geh- und Radwegoberflächen entlang der K60 von der B 203 durch Holzdorf bis nach Seeholz nachgedacht werden. Nach bisherigen Kenntnisstand liegt die Straßenlast der Wege bei der Gemeinde. Daher wird die Gemeinde zunächst von den Stadtwerken ein Angebot erbeten, für den Fall, dass sie im Zuge der Verlegung von Leerrohren und des Glasfaserkabels, im Anschluss den Gehweg neu herrichten. So könnte man sich die Kosten teilen, so Röhes Idee. An den Kosten für die Herrichtung des Geh- und Radweges müssen die Anlieger gemäß der Straßenausbaubeitragssatzung beteiligt werden, erklärte der Ausschussvorsitzende.

Am Feuerwehrgerätehaus in Seeholz ist ein Sectionaltor defekt. Der Ausschuss empfahl die Beschaffung eines Ersatzes. Es wird mit Kosten von rund 2650 Euro gerechnet.

Neue Schilder sollen nach Empfehlung des Ausschusses bald den Weg nach Holzdorf weisen. Der Ausschuss empfahl neue Ortstafeln sowie zahlreiche Verkehrsschilder neu zu beschaffen. Ersetzt werden sollen auch die Ortsschilder mit der Zusatzbezeichnung „Zollgrenzbezirk“. Im Haushalt wird der Titel dafür um 1500 auf 5000 Euro erhöht.

Die Ausschreibung des Straßenausbaus Neuseeholz ist in Arbeit, berichtete der Ausschussvorsitzende. Er rechne damit, dass die Unterlagen im April verschickt würden, so dass die Straßenarbeiten im Spätsommer bis Frühherbst nach der Sanierung der K60 erfolgen können.

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erstellt am 03.Mär.2017 | 06:02 Uhr

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