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Eckernförder Zeitung

02. Dezember 2016 | 19:11 Uhr

Gastronomie : Neue Gastronomie im historischen Alt Sieseby

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Riesby Krog Pächterin Maria von Randow hat Gebäude erworben / Modernisierung läuft / Eröffnung Ostern geplant

Thumby | „Ich habe großes Glück“, sagt Maria von Randow, auch wenn die Gastronomin noch viel Arbeit vor sich hat. Randow hat das Gebäude des Gasthauses Alt Sieseby am Ortseingang Siesebys erworben. Dort möchte sie Ostern 2017 ihren neuen Gasthof Alt Sieseby eröffnen. Von Randow kam 2007 nach Rieseby und übernahm den Riesby Krog in Pacht. „Es war und ist eine schöne Zeit“, sagt sie und betont, dass sie bis auf weiteres für ihre Gäste in Rieseby da ist.

In die Anlage in Sieseby habe sich sofort verliebt, sagt sie. Dass sie das Gebäude aus dem Jahr 1867 erwerben durfte, sei ein großer Glücksfall, zumal sie nach der ersten Anfrage beim Eigentümer wenig Hoffnung gemacht bekam. Jetzt steckt die Gastronomin mitten in der Renovierung und Modernisierung des Gebäudes. Hilfreich und mit viel Erfahrung in der Arbeit mit historischen Gebäuden steht ihr Architekt Filip Fröhler zur Seite.

„Wir bauen vor allem zurück“, sagt Fröhler. So werden Wand- und Deckenverkleidungen entfernt und das Mauerwerk wieder nach historischen Vorbildern verputzt. Insgesamt wird sehr behutsam mit der alten Bausubstanz umgegangen, um dabei auch die Vorgaben des Denkmalschutzes zu berücksichtigen, erklärt der Architekt. So werden neue Fenster ganz im historischen Stil eingebaut und auch das Dach wird als Pendant zur neu eingedeckten Siesebyer Kirche, wo Fröhler auch tätig war, mit naturroten Ziegelhohlpfannen eingedeckt.

Im Innern des Gebäudes haben sie bereits Holzdielen und Kachelböden freigelegt, die zu dem Landhausstil von von Randow passen. Besonders froh ist die neue Eigentümerin über die ihr jetzt auch zur Verfügung stehenden Gästezimmer. So wird sie fünf Doppelzimmer und eine Familiensuite anbieten, die jetzt ebenfalls modernisiert werden. In Rieseby habe sie sehr oft Nachfragen nach Zimmern gehabt, nun könne sie sie selber anbieten, sagt von Randow.

Im Erdgeschoss wird ein Tresen eingerichtet, der beide Gasträume verbindet, so von Randow. Wie in Rieseby wird sie ein Restaurantbereich einrichten und eine Gaststube. „Ich bleibe meinem Stil treu“, sagt sie und dafür wird sie auch Möbel und Einrichtung aus Rieseby mitnehmen. Mitnehmen wird sie auch vier Mitarbeiter aus Küche und Service sagt sie, aber sie werde sicher noch mehr Mitarbeiter brauchen, da sie dann ja auch Übernachtung mit Frühstück anbieten will.

Weiter entwickeln möchte von Randow ihre Küche, wobei sie noch mehr auf regionale und lokale Produkte zurückgreifen will. Für das kulinarische Angebot war sie die letzten vier Jahre mit dem Riesby Krog im Guide Michelin aufgeführt, auch wenn sie keinen Stern bekam. Es sei ganz spannend für sie, nun weitere lokale Produzenten in der Region kennen zulernen, sagt die Gastronomin. Vor allem wird sie künftig ihren Gästen neben Ostseefisch auch Schleifisch servieren.

Mit Blick auf Rieseby sei sie froh, nun noch mehr ihr eigener Herr zu sein, wenngleich sie sich im Riesby Krog die fast zehn Jahre (im Herbst 2017) auch sehr wohl fühlte. Die ersten Jahre seien schwer gewesen, die letzten Jahre habe sich der Krog aber herumgesprochen und sie habe viele Stammgäste aus der ganzen Region gewinnen können. Anders als in Rieseby wird von Randow in Sieseby auch wohnen und von kurzen Wegen profitieren. „Die Lage hier ist super“, sagt sie und arbeitet weiter an ihrem Traum.

Die toppform Tischlerei GmbH und Co KG als Verpächter des Riesby Krogs teilte auf Nachfrage der EZ mit, dass das Gebäude weiterhin als Krog verpachtet werden soll.

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erstellt am 27.Jul.2016 | 06:09 Uhr

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