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Eckernförder Zeitung

04. Dezember 2016 | 19:31 Uhr

Neue Gastronomie im „Alt Sieseby“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

„Riesby-Krog“-Pächterin Maria von Randow hat das Gebäude erworben / Modernisierung läuft / Eröffnung ist für Ostern geplant

„Ich habe großes Glück“, sagt Maria von Randow, auch wenn die Gastronomin noch viel Arbeit vor sich hat. Randow hat das Gebäude des Gasthauses „Alt Sieseby“ am Ortseingang Siesebys erworben. Dort möchte sie Ostern 2017 ihren neuen Gasthof „Alt Sieseby“ eröffnen. Von Randow kam 2007 nach Rieseby und übernahm den „Riesby Krog“ in Pacht. „Es war und ist eine schöne Zeit“, sagt sie und betont, dass sie bis auf Weiteres für ihre Gäste in Rieseby da ist.

In die Anlage in Sieseby habe sie sich sofort verliebt, sagt sie. Dass sie das Gebäude aus dem Jahr 1867 erwerben durfte, sei ein großer Glücksfall, zumal ihr nach der ersten Anfrage beim Eigentümer wenig Hoffnung gemacht wurde. Jetzt steckt die Gastronomin mitten in der Renovierung und Modernisierung des Gebäudes. Mit viel Erfahrung in der Arbeit mit historischen Gebäuden steht ihr Architekt Filip Fröhler zur Seite.

„Wir bauen vor allem zurück“, sagt Fröhler. So werden Wand- und Deckenverkleidungen entfernt, und das Mauerwerk wird wieder nach historischen Vorbildern verputzt. Insgesamt gehe man sehr behutsam mit der alten Bausubstanz um, um dabei auch die Vorgaben des Denkmalschutzes zu berücksichtigen, erklärt der Architekt. So werden neue Fenster ganz im historischen Stil eingebaut, und auch das Dach wird als Pendant zur neu eingedeckten Siesebyer Kirche, wo Fröhler auch tätig war, mit naturroten Ziegelhohlpfannen eingedeckt.

Im Innern des Gebäudes haben sie bereits Holzdielen und Kachelböden freigelegt, die zum Landhausstil von von Randow passen. Besonders froh ist die neue Eigentümerin über die ihr jetzt auch zur Verfügung stehenden Gästezimmer. So wird sie fünf Doppelzimmer und eine Familiensuite anbieten können. „In Rieseby habe ich sehr oft Nachfragen nach Zimmern gehabt, nun kann ich sie selber anbieten“, sagt von Randow.

Im Erdgeschoss soll ein langer Tresen aufgebaut werden, der beide Gasträume verbindet. Wie in Rieseby wird von Randow einen Restaurantbereich einrichten und eine Gaststube. „Ich bleibe meinem Stil treu“, sagt sie und will dafür Möbel und Einrichtung aus Rieseby mitnehmen. Mitnehmen wird sie auch vier Mitarbeiter aus Küche und Service. Aber: „Ich werde sicher noch mehr Mitarbeiter brauchen, da ich dann ja auch Übernachtung mit Frühstück anbieten will.“

Weiter entwickeln möchte von Randow ihre Küche, wobei sie noch mehr auf regionale und lokale Produkte zurückgreifen will. Für das kulinarische Angebot war sie die vergangenen vier Jahre mit dem „Riesby Krog“ im „Guide Michelin“ aufgeführt, auch wenn sie keinen Stern bekam. „Es ist ganz spannend für mich , nun weitere lokale Produzenten in der Region kennen zu lernen“, sagt die Gastronomin. Mit Blick auf Rieseby sei sie froh, nun noch mehr ihr eigener Herr zu sein, wenngleich sie sich im „Riesby Krog“ fast zehn Jahre lang auch sehr wohlgefühlt habe. „Die ersten Jahre sind schwer gewesen, die letzten Jahre habe ich viele Stammgäste aus der ganzen Region gewinnen können“, erinnert sie sich. Anders als in Rieseby wird von Randow in Sieseby wohnen und von kurzen Wegen profitieren.

Die toppform Tischlerei GmbH und Co. KG als Verpächter des „Riesby Krogs“ teilte auf Nachfrage mit, dass der Krog weiterhin als Gastronomie verpachtet werden soll.

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erstellt am 26.Jul.2016 | 14:26 Uhr

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