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Eckernförder Zeitung

20. Januar 2017 | 02:42 Uhr

Jugendbüro dokumentiert : Neue Blickwinkel für junge Filmemacher

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Jugendliche werden zu Regisseur und Darsteller: Jugendbüro dreht Film über das Angebot Geocaching. Filmemacher Claus Oppermann hilft.

Gettorf | Mathi richtet die HD-Kamera auf Bo, stellt sie richtig ein, Uske hält das Mikro, der Ton läuft, die Klappe wird geschlagen, die Aufnahme beginnt. Bo stellt sich vor, erzählt hastig, wie er heißt, wo er wohnt, wie alt er ist. Dann weiß er nichts mehr, lacht, macht Faxen. Nochmal also.

Sieben Kinder und Jugendliche von acht bis 14 Jahren aus Gettorf und Umgebung trafen sich am Sonnabend und Sonntag auf Einladung des Jugendbüros Gettorf in der Jugend-Lounge im Sander Weg, um einen Dokumentarfilm über Geocaching zu machen. Silke Wahl, die Leiterin des Jugendbüros, war mit dabei, Filmemacher Claus Oppermann, der in Gettorf regelmäßig Jugendkino- und Film-Projekte begleitet, sowie Roman Kurberg und Svea Appel, die die Geocaching-Projekte in Gettorf betreuen. Silke Wahl erklärte: „Wir haben überlegt, wie wir Geocaching und Film miteinander verbinden könnten.“

Da so großes Interesse bestand, bietet das Jugendbüro nun jeden Donnerstag kostenlos Geocaching für Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren von 16 bis 18 Uhr ausgehend von der Jugend-Lounge im Sander Weg 37 an. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Bündnis für Bildung „Kultur macht stark“ gefördert. Beim Geocaching, auch als GPS-Schnitzeljagd bezeichnet, bekommen die Jungs und Mädchen Tablets gestellt, um damit Ziele mit geheimen Lagern (englisch: Caches) zu finden. Betreuer Roman Kurberg findet es wichtig, dass Kinder und Jugendliche Medien nicht nur allein zu Hause nutzen. Geocaching sei eine gute Verbindung zwischen Mediennutzung und Bewegung draußen in der Natur. Die Touren arbeiten sie unter bestimmten Mottos, wie „Harry Potter“, „Die wilden Kerle“, „Bibi Blocksberg“ oder „Starwars“ aus.

Gemeinsam mit Claus Oppermann wurde überlegt, wie man Geocaching filmisch näher bringen könnte und sich für einen Dokumentarfilm entschieden. Teams für vor und hinter der Kamera wurden gebildet, mit Kamera und Ton eine Vorstellungsrunde aufgenommen, sich gegenseitig bei Geocaching-Touren gefilmt, Fragen für Interviews überlegt, Interviews geführt und in Bild und Ton festgehalten. „Es macht Spaß“, erzählte Claus Oppermann. Für die Kinder sei es eine ganz neue Erfahrung, sowohl vor als auch hinter der Kamera zu stehen. Er findet es wichtig, Filme auch mal aus anderer Perspektive als nur der des Zuschauers zu sehen. „Vielleicht auch kritischer.“ Sie haben sich mit Aufwand und Wirkung von Film auseinandergesetzt, über Botschaften in Filmen, Inszenierung und Wirkung in Interviews und Produkt-Platzierung etwa in YouTube-Kanälen gesprochen. Die Jungs und Mädchen hatten eine Menge Spaß, in der Gruppe und beim Filmen. „Man denkt einfach mehr darüber nach“, meinten die Jungs. „Aber am Anfang ist es schon komisch, sich selbst in einem Film zu sehen und zu hören.“ Im Dezember soll der Film zusammengeschnitten werden. Dann bekommt jeder den Film auf DVD mit nach Hause.

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