zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

26. Juli 2016 | 10:19 Uhr

Wyk auf Föhr : Nach Cessna-Absturz: Pilot und zwei Fluggäste schwer verletzt

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein Kleinflugzeug ist über Wyk auf Föhr abgestürzt. Jetzt steht auch die Ursache fest.

Fleckeby/Wyk auf Föhr | Ein Kleinflugzeug ist am Montag beim Landanflug in Wyk auf Föhr (Kreis Nordfriesland) aus einer Höhe von 15 Metern abgestürzt. Dabei wurden der 30-jährige Pilot sowie seine beiden Fluggäste, eine 57-jährige Frau mit ihrem 30-jährigen Sohn, schwer verletzt, teilte die Polizei in Husum mit.

Drei Menschen sind bei dem Absturz verletzt worden.
Drei Menschen sind bei dem Absturz verletzt worden. Foto: Christian von Stülpnagel
 

Ursache für den Absturz sei eine Windböe gewesen, die das Flugzeug auf eine Grünfläche neben dem Flugfeld drückte. Die Verletzten wurden mit einem Helikopter ins Westküstenklinikum nach Heide tranportiert.

Sie hatten Glück im Unglück: Der Niebüller Hubschrauber hatte gerade einen Patienten von Amrum gebracht und wollte wieder starten, ist dann aber gleich zum Unfallflieger gestartet. Als die ersten Einsatzkräfte kamen, hatte die Besetzung des Hubschraubers die Verletzten bereits versorgt. „Als wir ankamen, waren die Personen schon geborgen“, berichtet Wyks Wehrführer Kai Sönnichsen. Einer seiner Feuerwehrkollegen saß zufällig im Flugplatz-Restaurant, als die Maschine abstürzte. „Ich habe sie schon unten gesehen und meine dann gehört zu haben, wie der Pilot durchgestartet ist. Kurz danach bin ich auch schon losgerannt“, berichtet er.

An dem Flugzeug der Marke Cessna entstand ein Sachschaden von rund 85.000 Euro.

Wie  bei jedem Unfall hatten sich auch am Ostermontag wieder einige Schaulustige versammelt, um vom Fehrstieg aus einen Blick auf das verunglückte Fluggerät und die verletzten Insassen zu erhaschen. Doch die Gaffer hatten keine Chance: Um die Geretteten vor neugierigen Blicken zu schützen, hatte  die Feuerwehr geschickt  ihre beiden Fahrzeuge  als Sichtschutz vor dem Wrack aufgebaut.

Das Flugzeug kam nur wenige Meter neben dem gerade errichteten Gebäude  der künftigen  Kartbahn zu Boden „Man mag sich gar nicht ausmalen, was  hätte passieren können, wenn die Bahn bereits in Betrieb gewesen wäre“, meinte ein Mitglied der Feuerwehr.  

Und es gab am Montag noch einen weiteren Flugzeug-Alarm: In Fleckeby im Kreis Rendsburg-Eckernförde hatte ein Anwohner nach eigenen Angaben ein Ultraleichtflugzeug über der Schlei beobachtet, das extrem langsam geflogen sein soll. Dann sei der Flieger in die Schlei gestürzt - und der Mann hat den Rettungsdienst alarmiert. Nach einigen Stunden ist die Suche jedoch wieder abgebrochen worden - ohne Ergebnis.

Ein Anwohner hatte das Flugzeug beobachtet.
Ein Anwohner hatte das Flugzeug beobachtet. Foto: Karsten Sörensen

Bis 13.15 Uhr waren rund 150 Einsatzkräfte im vor Ort - von der Polizei, Wasserschutzpolizei und der Feuerwehr. Auch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS) unterstützte die Suche mit zwei Hubschraubern. Es wurden jedoch weder Menschen noch Segel beziehungsweise ein Leichtflugzeug oder Teile davon gesichtet. Möglich sei, dass der Zeuge es falsch gesehen hat und dass gar kein Flugzeug abgestürzt ist, sondern es sich um einen Kitesurfer gehandelt hat.

Dennoch: Auch bei den Einsatzkräften bleibt ein mulmiges Gefühl, wie der Wehrführer berichtete. Denn obwohl alle Flugplätze in der Umgebung abtelefoniert wurden und niemand ein Flugzeug vermisst hat, kann nicht ausgeschlossen, dass jemand privat gestartet ist. Erlaubt ist das allerdings nicht.

Blaulichtmonitor

Was ist der Blaulichtmonitor?

 
zur Startseite

von
erstellt am 28.Mär.2016 | 17:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert