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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 11:19 Uhr

Musical : Mut zur Bewegung – Pädagogin bittet zum Tanz

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viertklässler führen zum Abschluss an der Grundschule Hüttener Berge am Dienstag ein Tanztheater auf

Ascheffel | Ein Leben ohne Tanz kann sich Hellen Mahrt nicht vorstellen. Rund 40 Jahre lang unterrichtete sie am Helene-Lange-Gymnasium Musik und Sport. Regelmäßig studierte sie mit Schülern Musicals ein, 1989 zum ersten Mal, damals war es „Jesus-Christ Superstar.“ Für den Bundeswettbewerb „Kinder zum Olymp“ arbeitete Mahrt mit Theaterpädagogen und Tänzern des Kieler Theaters zusammen und holte 2005 den ersten Preis nach Rendsburg

Doch auch nach ihrem Ruhestand ist ihre Begeisterung für das Tanzen ungebrochen, arbeitet weiterhin als Tanzpädagogin. Dass es Briga Krikau, Musiklehrerin an der Grundschule Hüttener Berge, gelungen ist, Hella Mahrt für ein Projekt nach Ascheffel zu holen, erweist sich daher auch als Glücksgriff. Seit Februar wird regelmäßig für die Premiere am Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr geprobt. Mahrt arbeitet erstmals mit Viertklässlern zusammen und mit dem Tanztheater „Bilder unserer Ausstellung“ von Modest Mussorgski hat sich die Lehrerin und Trainerin ein anspruchsvolles Abschlussprojekt für die 14 Schüler ausgesucht. Die Choreographie, Tänze und Abläufe hat die Rendsburgerin allesamt selbst entworfen. Eine Vorlage als Tanztheater existierte bislang nicht.

Gesungen und Gesprochen wird bei der Aufführung nicht. „Bei den Musicals der vergangenen Jahre gab es weniger Choreographien, es wurden Lieder gesungen, die Kinder mussten zu Hause ihre Rollen und Texte einüben“, berichtet Brika Krikau. Das ist jetzt anders. „Beim Tanztheater sollen die Kinder sich auf ihren Körper einlassen“, sagt Hella Mahrt. Für viele sei es schwer, nicht zu sprechen, sondern ganz bei sich zu bleiben. Über den gesamten Zeitraums der Proben würden die Persönlichkeiten gestärkt werden, die Kinder übernehmen Verantwortung, lernen gemeinschaftliches Denken. „Wir wollen die Potenziale jeden Kindes wecken und hervorholen“, betont die Rendsburger Pädagogin. Das sei eine ganz wertvolle und wichtige Zeit, die Aufführung sei dann nur das Sahnehäubchen.

Die Bilder, die tänzerisch in Szene gesetzt werden, werden bei der Aufführung an die Wand projeziert. Entstanden sind sie im Kunstunterricht mit Schulleiter Thomas Graue. Auch er hat eine Rolle bekommen und wird als Zirkusdirektor auftreten. Gleich in mehreren Rollen ist Brika Krika zu sehen, als Zauberin und Geige spielender Clown.

So ähnlich wie bei dem Mitmachzirkus an seiner früheren Schule sei das Tanzprojekt, sagt Parameth (11). Es mag die Musik, speziell die von Michael Jackson. „Wir haben bei der Bewegung viele Freiheiten“, sagte er, aber Hella Mahrt gebe ihnen auch gute Tipps sich zu verbessern. Auch Leif Hamann ist zufrieden mit den Proben, auch wenn er sich als Thema lieber etwas von den „Drei ???“ gewünscht hätte.  


> Premiere: Dienstag, 12. Juli, 19 Uhr in der Turnhalle (Erw. 5 Euro/ Kinder 2,5 Euro)

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erstellt am 11.Jul.2016 | 06:04 Uhr

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