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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 06:07 Uhr

10 Jahre unicef : Mit großem Teamgeist im Einsatz für Kinder in Not

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Unicef-Team Eckernförde besteht seit zehn Jahren. Zum jährlichen Veranstaltungsprogramm gehören eine Gala, ein großer Flohmarkt und die Ausrichtung des Weltkindertags.

Eckernförde | Unicef ist in Eckernförde ein positiv besetzter Begriff. Das liegt zum einen am Wirken des Weltkinderhilfswerks in der Dritten Welt, der vermutlich wesentlichere Grund sind die Aktivitäten des Unicef-Teams vor Ort, das administrativ zur Unicef-Gruppe Kiel gehört. Die sieben Mitglieder geben Unicef in Eckernförde Gesicht. Die Unicef-Gruppe feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Relativ leise und sehr bescheiden, denn die Botschaft ist klar: Im Mittelpunkt stehen weiterhin die von Armut und Not geplagten Kinder in der Dritten Welt, und da ist allein das Versprechen, sich weiter für Unicef und die notleidenden Kinder zu engagieren, eine gute Nachricht.

Die Kernmannschaft – Ingrid Miertsch, Heidi Broecker, Ulrike Abel, Sabine Siemsen, Brunhild Dankmeyer, Elisabeth Wurm und Klaus Röder – traf sich jetzt in der Teestube der Bürgerbegegnungsstätte bei Kaffee, Tee und Kuchen und ausnahmsweise auch einem Glas Sekt aus gegebenen Anlass. Dieses Team, das von Ingrid Miertsch und Klaus Röder geleitet wird, ist in die Fußstapfen der Vorgängergruppe um Ursel Juretzka getreten, die 1990 gegründet und 2005 aufgelöst wurde. Seit zehn Jahren wird die Pionierarbeit ziemlich erfolgreich fortgesetzt. Feste Veranstaltungen durchziehen das Jahr: Unicef-Flohmarkt auf dem Rathausmarkt, Markt der Möglichkeiten zum Weltkindertag , Unicef-Gala in der Stadthalle, Unicef-Projektwoche an der Peter-Ustinov-Schule, Weihnachtskartenverkauf und Sonderveranstaltungen wie die Ballett-Benefiz-Aufführung der Ballettschule von Helmke Frenzel oder die große Schirm-Aktion verankern Unicef im öffentlichen Bewusstsein und sorgen für ein ansehnliches Spendenaufkommen. 6000 bis 8000 Euro pro Jahr plus die Einnahmen aus den Sonderaktioen fließen in die Unicef-Zentrale, die die gesammelten Spendengelder dann gezielt für ihre weltweiten Hilfsprojekte einsetzt. Der Eckernförder Anteil beläuft sich somit auf über 80  000 Euro. In diesem stehen bereits folgende Termine fest: 8. Juli, 9 bis 16 Uhr, Unicef-Flohmarkt auf dem Rathausmarkt, 22. September, 14 bis 16.30 Uhr Weltkindertag auf dem Rathausmarkt, 20. November, 15 bis 18 Uhr, Unicef-Gala in der Stadthalle.

Der Zusammenhalt in der Gruppe und das hohe Maß an Verlässlichkeit ist die Basis für den Erfolg, die beharrliche Kontaktpflege in den Schulen und bei allen Unterstützern und der ungebrochene Elan der sieben Teammitglieder sorgen dafür, dass das Rad immer weiter gedreht wird. Ein Hauptaugenmerk gebührt dabei den Schulen. Denn die Schüler sind die Hauptakteure der Unicef-Gala und des Weltkindertags. 22 bis 25 Schulen sind regelmäßig dabei. „Nichts geht von allein“, sagt Ingrid Miertsch, „man muss schon in den Schulen präsent sein.“ Diesen Part hat sie sich als ehemalige Lehrerin vorbehalten, um bei ihren Vorträgen und Besuchen für die Ziele Unicefs zu werben.

Neben den vielen anderen Aktionen und Veranstaltungen stellte das Unicef-Team exemplarisch die Schirm-Aktion aus dem Jahr 2007 heraus. 90 Künstler haben aus handelsüblichen weißen Regenschirmen kleine Kunstwerke gemacht. In einer Medienkooperation mit dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (sh:z) und den KN wurden die 90 künstlerisch veredelten Schirme dann online über den sh:z versteigert. Am Ende kamen 10  000 Euro zusammen, die im sh:z-Druckzentrum in Büdelsdorf an die Unicef-Botschafterin Heide Simonis übergeben wurden – zwei Wochen später kam dann die Unicef-Spendenaffäre ans Tageslicht, die längst ausgestanden und abgearbeitet ist. Die Schirm-Aktion war nicht nur erfolgreich, sie hat das Unicef-Team Eckernförde auch stark gefordert und zusammengeschweißt. Ein besonderes Ereignis war auch die Projektreise von Klaus Röder nach Malawi, dem fünftärmsten Land der Welt. Der ehemalige U-Bootfahrer war 2010 Teil einer Unicef-Delegation und konnte sich persönlich von den Dringlichkeit und Sinnhaftigkeit der humanitären Hilfe für die Ärmsten der Armen überzeugen. In einem Vortragsmarathon berichtete er anschließend landesweit über seine Eindrücke, die ihn bis heute nicht loslassen.

Röder widmet sich derzeit der Eckernförder Unicef-Chronik und ist inzwischen bei Seite 28 angelangt – viele weitere werden folgen und irgendwann eine Gesamtschau ergeben. Als neues Projekt widmet sich das Unicef-Team der Flüchtlingsarbeit. In den betroffenen Ländern und Lagern wie Idomeni sei die Not weitaus größer als in den Medien gezeigt.

Das Team würde sich über weitere Helfer bei Veranstaltungen und Aktionen freuen. Als Ansprechpartner stehen Ingrid Miertsch, Tel. 04351/42168, ingridmiertsch@gmx.de, und Klaus Röder, Tel. 04351/ 897770, fam.roeder@genion.de.

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erstellt am 30.Apr.2016 | 06:02 Uhr

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