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Eckernförder Zeitung

10. Dezember 2016 | 02:16 Uhr

Auf dem Bauernhof : Milch und Gemüse direkt vom Bauernhof

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Aktionstag bei Familie Dibbern gut angenommen. Bauernhof seit neun Generationen in der Familie.

Neudorf-Bornstein | Früher war es besonders in ländlichen Regionen selbstverständlich, dass man sich seine Lebensmittel direkt vom Bauernhof holte. Dieser Trend kommt so langsam wieder. Auch aus diesem Grund hatte sich Telse Dibbern dazu entschieden, am Sonnabend den familiären Hof für die Öffentlichkeit zu öffnen.

Seit 1703 ist der Hof an der B76 im Besitz der Familie Dibbern. „Wir sind in der neunten Generation hier“, sagte Hans-Joachim Dibbern. In erster Linie sind auf dem Hof Kühe zu Hause. Davon aber gleich 200 Stück. Aber auch die Arbeit mit verschiedenen Gemüsesorten zeichnet die Dibberns aus. Davon konnte sich jeder, der Zeit hatte, am Sonnabend überzeugen.

Und vor allem Familien nahmen das Angebot gerne an. Dabei stand der Milchtank im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Milch der Kühe wird hier ausschließlich gefiltert und abgekühlt. „Die Milch, die jetzt im Tank ist, hat über vier Prozent Fett“, erklärte Telse Dibbern. Normalerweise kostet ein Liter einen Euro, aber zur Feier des Tages wechselte der Liter für 50 Cent den Besitzer. „Die Milch schmeckt einfach ganz anders – und uns viel besser“, sagte Marina Lust aus Gettorf. Sie, ihr Mann und ihre beiden Töchter kommen regelmäßig zum Milch holen. „Wir hatten es damals im Vorbeifahren gesehen und sind einfach mal angehalten. Seitdem kaufen wir die Milch hier“, erklärte sie. Im Anschluss kaufte Familie Lust noch einen Kürbis für Halloween.

Die Kühe werden auf dem Hof mit Naturprodukten gefüttert. Der größte Teil der Futtermittel wird sogar auf dem Hof selber angebaut. Somit wissen die Dibberns genau, was die Kühe zu sich nehmen. Bei den Kindern standen vor allem die Kälbchen hoch im Kurs, die mit ihren runden Augen alle in ihren Bann zogen. Gerne zeigte Malte Dibbern den Besuchern seinen Hof. Nadine und Toni Fahn aus Eckernförde wollten alles über die Haltung von Kühen wissen und der Hofherr stand gerne Rede und Antwort. Hier wurde das Verhältnis zwischen ihm und den Kühen bemerkbar. „Nach so vielen Jahren erkennt man einfach die kleinen Unterschiede und kann die Kühe mit Namen ansprechen“, erklärte Dibbern. Davon zeigten sich Brigitte und Helmut Dübbers begeistert. Das Ehepaar hat selbst einen kleinen Hof besessen und wollte sich einmal anschauen, wie andere Landwirte mit den Herausforderungen der Arbeit umgehen.

Die jüngste Besucherin Luise (1) konnte sich an den Kühen nicht satt sehen und dieses Interesse beruhte auf Gegenseitigkeit, denn auch die Kühe begutachteten die Kleine, die im gelben Mantel durch den Stall hüpfte, genau. „Sie liebt alles was vier Hufe hat“, sagte Mutter Anika Narath lachend. Für alle war der Tag ein Gewinn. Familie Dibbern konnte Milch absetzen und ihren Hof zeigen. Die Besucher konnten sich davon überzeugen, wie die Milch auf dem Hof produziert wird. Den ganzen Tag über herrschte ein reges Kommen und Gehen. Viele wollten sich nur mal schlau machen über die Arbeit, und blieben dann doch länger als gedacht. Andere kamen zielgerichteter und freuten sich über die naturbelassenen Produkte.



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