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Muisk : Mette Juul und Band bringen internationalen Jazz an die Ostsee

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus träumerischen und schwungvollen Stücken in englischer Sprache gewann die Band das Publikum für sich

Eckernförde | Dass sich Jazz auch in den skandinavischen Ländern großer Beliebtheit erfreut, ist schon lange kein Geheimnis mehr. So haben auch die Veranstaltungen im Eckernförder Medborgerhuset rund um das Musikgenre im Frühling und Herbst eine lange und erfolgreiche Tradition.

Freitagabend präsentierte der Südschleswigsche Verein (SSF) mit Mette Juul und ihrer Band den vielen Besuchern einen musikalischen Genuss von besonderer Qualität. Mit einer abwechslungsreichen Mischung aus träumerischen und schwungvollen Stücken in englischer Sprache gewannen die vier erfahrenen Musiker aus Dänemark das Publikum im Sturm für sich und bescherten allen Anwesenden einen Abend voller Emotionen und tiefgründiger Liedtexte. „Uns liegt vor allem die Qualität der Darbietungen am Herzen“, sagte Gitte Hougaard-Werner. Die Gäste verschiedener Altersklassen schätzten die Jazzabende vor allem auch für ihren hohen Standard und die Expertise der Künstler, so die zweite Vorsitzende des SSF. „Wir freuen uns natürlich auch immer wieder darüber, dass sowohl Mitglieder der dänischen Minderheit als auch viele Zuhörer aus der Mehrheitsbevölkerung den Weg zu uns finden“, sagte sie.

Und auch die Band rund um die charismatische Sängerin und Songwriterin Mette Juul fühlte sich in Eckernförde rundum wohl. „Wir waren schon vor drei Jahren einmal hier und die Zuhörer waren einfach fantastisch“, erinnerte sich Schlagzeuger Janus Templeton unmittelbar vor dem Auftritt. „Die Menschen hier sind sehr großzügig“, so Mette Juul, die 2015 mit ihrem aktuellen Album „There is a song“ für einen Danish Music Award für das beste Vocalalbum nominiert wurde. Zwei Stunden lang spielte die Band, die in dieser Konstellation zum ersten Mal gemeinsam auf Tour ging, einen harmonischen Mix aus weltbekannten Jazzhits und Eigenkompositionen, wie dem gefühlvollen Stück „Baltimore“ von Mette Juul. Thematisch standen vor allem die Liebe, die Schönheit des Seins, aber auch die Reise zu sich selbst im Vordergrund. Für viel Applaus sorgten die kurzen Solos von Pianist Heine Hansen und Bassist Morten Ramsbøl, die sich gegenseitig immer wieder zu musikalischen Höchstleistungen motivierten. „Im Jazz geht es auch viel um die Kommunikation untereinander“, verriet Janus Templeton. „Der eigentliche Spaß beginnt vor allem mit der Improvisation auf der Bühne“, sagte Heine Hansen. „Man reagiert mit dem Instrument spontan auf seine Kollegen – auf diese Weise entsteht sehr lebendige Musik“, ergänzte Janus Templeton.

Dieses Konzept kam auch beim Publikum gut an. „Man sieht einfach, mit welcher Energie und Freude hier gemeinsam musiziert wird“, stellte Gisela Schütz (61) aus Rieseby fest. Das Programm besteche durch seine Vielfalt und die darin vermittelte Freiheit, äußerte sich ihr Ehemann Wilhelm Ehrlich (51) anerkennend. Als gegen 22 Uhr nach diversen Zugaben endgültig die letzte Note verklang, honorierten die Gäste den Auftritt mit tosendem Applaus.

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erstellt am 20.Mär.2017 | 07:11 Uhr

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