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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 09:23 Uhr

Alarmübung : Menschenrettung in Rekordzeit

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

80 Einsatzkräfte von fünf Freiwilligen Feuerwehren meistern Einsatzszenario der Amtswehrführung Schlei-Ostsee in Schwastrum Mühle

Damp | Starker Rauch und Menschenleben in Gefahr – mehr Informationen hatten die Einsatzkräfte zunächst nicht, als sie am Donnerstagabend nach Schwastrum Mühle zum Unternehmen Hans Dessler gerufen wurden. Insgesamt 80 Feuerwehrkräfte aus Damp, Karby-Dörphof, Söby-Holzdorf, Waabs und Loose waren alarmiert worden, um bei einem Übungsszenario Erfahrungen zu sammeln und ihr Können zu überprüfen.

„Wir konnten nichts Negatives feststellen“, berichtete Amtswehrführer Jens Reinhold am Tag nach der Übung bei der Abschlussbesprechung. Der Ausbildungstand der Schwansener Wehren sei sehr gut, lobte er das gezeigte Einsatzgeschehen.

Dass die um 18.45 Uhr alarmierten Wehren ordentlich zu tun hatten, dafür hatten auch die stellvertretenden Amtswehrführer Thomas Beerbaum und Siegfried Brien gesorgt.

In der großen und mit Fahrzeugen vollgestellten Halle hatte Brien eine Nebelmaschine in Gang gesetzt. Im Nebel und versteckt unter Fahrzeugen warteten vier Mitglieder der Louisenlunder Löschgruppe als vermeintliche Opfer auf die Helfer. Bereits um 19.03 Uhr, und damit in einer extrem kurzen Zeit nach der Alarmierung, konnte der erste Trupp unter Atemschutz die Halle betreten und die Rettung von Vermissten starten. „Das ist absolut super“, sparte Reinhold nicht mit Lob. Beachtung fand auch Einsatzleiter Michael Leckband, Wehrführer Damp-Dorotheenthal, der bei „aller Hektik ein ruhender Pol war und die Einsatzkräfte einteilte“. Perfekt wurde zunächst die Menschenrettung eingeleitet, während parallel die Wasserversorgung über eine rund 300 Meter lange Schlauchleitung aufgebaut wurde.

Sehr zufrieden waren die drei Amtswehrführer bei ihrer bereits vierten Übung in diesem Jahr mit dem, was die Männer und Frauen jeweils an ihren Posten leisteten. Es sei nicht aufgefallen, dass dort Feuerwehrleute aus fünf Wehren am Werk waren – alles ging Hand in Hand. Auch zwei Puppen, eine war in der Halle versteckt, eine lag unter einem Holzstapel eingeklemmt, wurden bei den Erkundungen des Einsatzortes entdeckt und versorgt.

Beeindruckt waren die Organisatoren von dem vorgetragenen Löschangriff mit reichlich „Schlauchreserve“ und dem Sammelplatz für die Verletzten. Alles lief wie am Schnürchen, so dass um 19.40 Uhr der Einsatz beendet wurde.

Die Rückmeldung der Einsatzkräfte bei der Abschlussbesprechung habe ihnen gezeigt, dass diese ihre Intension, ein solches Szenario als Ausbildung zu sehen, verstanden und begrüßt hätten, berichtete Reinhold. „Unser Ziel ist, dass jede Feuerwehr etwas mitnimmt und lernt“, so der Amtswehrführer.

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erstellt am 05.Nov.2016 | 06:08 Uhr

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