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Eckernförder Zeitung

03. Dezember 2016 | 12:47 Uhr

Sprotten-Matinee : Matinee ums Eckernförder Gold

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Sprotten-Matinee im Kurpark / Trotz Regen ein tolles Fest / Bernsteinsammeln, Sprottenessen und Musik von der TuS Eckernförde

Eckernförde | Einmal im Jahr feiert die Stadt Eckernförde ihr ganz persönliches Gold: Die Sprotte. Traditionell verkauft von Fischer Fiete, alias Werner Pötzsch, und Opsteekfru Stine, alias Christel Fries. „Nu Kopp af, Steert af, Graat rut un rin in de Snut“, sagte Stine zu den Gästen vor der Konzertmuschel und machte es gleich mal vor. Denn darum ging es bei der Sprotten Matinee im Kurpark. Wer es ohne Hilfe schaffte, seine Sprotte zu entgräten, erhielt sein „Sprottendiplom“ für zu Hause. Musikalisch begleitet wurde das Fest vom Blasorchester der TuS Eckernförde, das mit seiner Musik die Gäste auch zum Mitsingen animierte.

Traditionell war das Orchester in Fischeroutfit vor Ort. Moderator und Organisator Hermann Wolter nutzte die Gelegenheit, um Urlaubern und Bürgern die Stadt und ihre Eigenheiten näher zu bringen. Dabei durften natürlich auch die „Ökelnamen“ nicht fehlen. „Das sind liebevoll gemeinte Spitznamen, mit denen man eine Eigenheit an seinem Gegenüber beschreibt“, sagte Fischer Fiete. So wurde Karl Thies, ein alter Eckernförder zum Beispiel, immer „Marmelog“ genannt, da er hervorstechende Augen hatte.

Auch an die ganz Kleinen wurde gedacht. Für sie stand ein Sandkasten bereit, in dem sie nach Edelsteinen suchen konnten. „Ich habe schon eine ganze Tüte voll“, sagte der kleine Jordan Lennox (3).Im letzten Jahr wurden die Gäste bei der Sprotten-Matinee befragt, was für sie „Original Eckernförde“ ist. Dabei durfte jeder drei Dinge nennen, sodass am Ende 222 Antworten vorlagen. Bevor Hermann Wolter die Ergebnisse aber präsentierte, kam ein Eckernförder Urgestein zu Wort. Arnold Metzger, Ehrenvorsitzender der Eckernförder Beliebung, erzählte, was seine Heimat einmalig macht. „Das ist vor allem die Höflichkeit der Menschen in der Innenstadt“, sagte Metzger. Außerdem würde niemand hier „Guten Abend“ sagen. „Man hört immer nur Moin, Moin. Das ist Eckernförde“. Ihm persönlich liegt die Altstadt sehr am Herzen. Für die Gäste des letzten Jahres stand an erster Stelle der Strand, den insgesamt 31 genannt hatten. Dann kam der Hafen mit seinen Segelschiffen und anschließend generell Wasser und Wind in der Stadt.

„Es ist halt einfach schön hier, das sehe ich auch so“, sagte Waltraud Schimpke aus Essen, die seit 24 Jahren nach Eckernförde kommt. Besonders das Konzert im Kurpark hatte es ihr angetan, sodass sie auch im nächsten Jahr gerne wiederkommt.

Auch der verregnete Vormittag hielt niemanden davon ab, sich im Kurpark die Musik anzuhören und nebenbei eine Sprotte zu essen. „Da muss schon was anderes kommen, um uns die gute Laune zu verderben“, sagte Hilde Schlotfeldt lachend.

Das galt besonders für Terje (10) und Kathrina (7). Die beiden verkauften Plätzchen in Sprotten- und Eichhörnchenform. Der Erlös soll dem Umbau einer alten Fischräucherei zu einem Museum zugute kommen. Damit würde Eckernfördes Gold ein Dach über dem Kopf bekommen, ein lang gehegter Wunsch.

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erstellt am 01.Aug.2016 | 06:22 Uhr

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