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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 03:06 Uhr

Louisenlund plant Forscherwerkstatt

vom

Die Stiftung will bis 2018 eine Einrichtung zur Förderung von Nachwuchstalenten in den Bereichen Naturwissenschaft und Technik aufbauen

Louisenlund | Wer Goethe, Götze und Götz George nicht auseinander halten kann, wird dies lieber für sich behalten. Nicht zu wissen, was der erste thermodynamische Hauptsatz besagt, stößt dagegen kaum auf gesellschaftliche Ächtung. Die Naturwissenschaften werden im Kanon der Allgemeinbildung stiefmütterlich behandelt. Nicht zuletzt um dies zu ändern, erwägt die Stiftung Louisenlund, auf dem Gelände der Privatschule an der Schlei ein Kompetenzzentrum für die so genannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aufzubauen. Die geplante „Forscherwelt Louisenlund“ richtet sich an Grundschüler der Schlei-Region zwischen Schleswig und Eckernförde und an solche zwischen Rendsburg und Flensburg.

„Wir wollen über den Schulunterricht hinaus für besonders Begabte beziehungsweise Interessierte, aber auch für alle anderen im Grundschulalter, eine Infrastruktur schaffen, die ermöglicht, was im normalen Unterricht nicht machbar ist“, erklärt Dr. Thomas Tillmann von den Planern der Forscherwelt. Man wolle keinen Unterrichtsstoff vorziehen. Das führe nur zu Ungleichheiten und Langeweile im Klassenzimmer. Vielmehr sollen „neue Felder in Informatik, Naturwissenschaft und Technik aufgetan, Wissen vertieft vor allem praktisch angewendet werden“.

So könnten die Kinder etwa Windräder oder ein Modellauto von Grund auf konstruieren, Robotersysteme entwickeln und programmieren oder an der Schlei Tierarten bestimmen und zählen. Möglichkeiten, die an Grundschulen üblicherweise nicht vorhanden wären. Zugleich soll die Forscherwelt auch Lehrern Möglichkeiten zur Fortbildung bieten.

Für die Finanzierung des Projektes erhofft man sich bei der Stiftung die Unterstützung durch die Aktivregion Schlei-Ostsee. In Zusammenarbeit mit dieser läuft gerade eine Machbarkeitsstudie, an der sich auch Eltern beteiligen können (siehe Infokasten). Im Frühjahr 2017 soll die Studie abgeschlossen sein. Tillmann: „Optimistisch geschätzt, wird 2018 zum Beginn des Schuljahres die „Forscherwelt Louisenlund“ an den Start gehen.“

Der erste thermodynamische Hauptsatz besagt übrigens, dass in einem geschlossenen System die Energie weder zu- noch abnimmt.

Die Eltern sind gefragt:

Unterstützt von der Aktivregion Schlei-Ostsee, führt die Stiftung Louisenlund aktuell eine Machbarkeitsstudie durch. Mit einer Umfrage können Eltern, deren Kinder zwischen sechs und zehn Jahre alt sind und großes Interesse an MINT-Inhalten haben oder besondere Begabungen in MINT-Fächern aufweisen, das Projekt mitgestalten. Die Fragen beziehen sich auf Wünsche zur konkreten Ausgestaltung sowie Themensetzung und Umfang des Angebots. Zugleich können Eltern Einschätzungen und Meinungen zu einer „Forscherwelt“ in Louisenlund abgeben. Der Link zu der Umfrage lautet: www.louisenlund.de/umfrage.gut

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erstellt am 13.Aug.2016 | 06:00 Uhr

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