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Eckernförder Zeitung

06. Dezember 2016 | 22:55 Uhr

Piratenspektakel in Eckernförde : Listige Piraten erobern die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erst gab es eine Ablenkung mit Kanonendonner, dann schlugen die Piraten wieder zu.

Eckernförde | Mit einem hinterlistigen Manöver haben die Piraten von Anführer Käpt’n Black Freitag am späten Nachmittag die Eckernförder Stadtwache und die Fischer am Strand überwältigt und nach einem harten Kampf besiegt. Die Freibeuter schickten ihre beiden Schiffe – Ubena von Bremen und die Jachara – vor, und ließen aus allen Rohren feuern. Die aufgeregten Eckernförder schossen zurück und drohten den Besatzungen.

Göttlicher Segen: Priester Hering von Seenot beschwört den Sieg der Piraten.
Göttlicher Segen: Priester Hering von Seenot beschwört den Sieg der Piraten.
 

Genau so hatten es sich die Piraten vorgestellt: Plötzlich stand Käpt’n Black auf dem Tisch, verhöhnte den Commodore, die Stadtwachen und die Fischer und ließ seine Schergen von allen Seiten auf die verdutzten Soldaten und Fischer los – der Kampf begann.

Schnell zeigte sich, dass die kampferprobten und erbarmungslosen Seeräuber wieder die Oberhand gewinnen sollten. Nach intensivem Gefecht mit Säbel, Degen und Messer hatten sie die Eckernförder besiegt und nahmen sie gefangen. Ihr Schicksal ist ungewiss. Mit lautem Gebrüll feierten die furchterregenden Piraten ihren Sieg. Dabei entging dem großen Publikum – es waren wohl über 2000 Menschen unterwegs und säumten das Gefechtsfeld vor dem Ostsee Info-Center – nicht, dass die jungen Kapitänstöchter gegen die Anführer Käpt’n Black und Käpt’n Renate aufbegehrten und den erfolgreichen Schlachtplan lautstark als ihre Idee feierten. Ein Wort gab das andere, Piraten-Zoff nach der Erorberung Eckernfördes.

Volltreffer: das „Wasserklosett“ der Fischer brach zusammen.
Volltreffer: das „Wasserklosett“ der Fischer brach zusammen.
 

Doch das gemeinsame Ziel Rathaus und Stadtkasse schweißte alle – zumindest vorübergehend – wieder zusammen. Die Kapitänstöchter Hufeneisen-Lilly, Schreiba-Ling, Missi Link und Miriam übernahmen das Ruder und bezwangen nach einem harten Kampf die Stadtwachen. Doch den Bürgermeister aus seiner Amtsstube holten Käpt’n Sven Rosa Black und Käpt’n Renate. Bürgermeister Jörg Sibbel wehrte sich tapfer , doch musste er sich geschlagen geben. Währenddessen erschien mit hämischem Grinsen der Ordnungsamtsleiter Klaus Kaschke auf der Bildfläche, in den Händen die Stadtkasse. Der Hüter der Goldtaler hatte die Seiten gewechselt und war zu den Piraten übergelaufen. Johlend und grölend feierten die Herren der Meere ihren Sieg – auch die Kapitänstöchter reklamierten den Sieg für sich.

Siegesgebrüll am Strand: Die Piraten feiern ihren Sieg über die Stadtwachen und die Fischer. Danach zogen sie zum Rathaus, um die Stadtkasse zu rauben. Fotos: Kühl (4)
Siegesgebrüll am Strand: Die Piraten feiern ihren Sieg über die Stadtwachen und die Fischer. Danach zogen sie zum Rathaus, um die Stadtkasse zu rauben. Fotos: Kühl (4)
 

Gut sichtbar für die vielen Zuschauer musste der Bürgermeister auf einer Bühne stehend die Piratenflagge hissen – die Stadt war verloren. Sichtbarer Beweis: das große Banner am Rathaus „Pirathaus besetzt“, verziert mit Totenköpfen. In Begleitung von zünftiger Musik brachten die Piraten den Bürgermeister auf dem Schandkarren durch die Stadt entlang der Hafenmeile zum Piratendorf Kornersfjord – dort muss er in einer Kiste ausharren, bis er vielleicht ausgelöst wird.

Beim Stopp an der Hafenspitze springt der Bürgermeister (l.) vom Karren und kämpft gegen den Verräter Kascke, zur Verwunderung von Käpt’n Black (r.) und Käpt’n Renate.
Beim Stopp an der Hafenspitze springt der Bürgermeister (l.) vom Karren und kämpft gegen den Verräter Kascke, zur Verwunderung von Käpt’n Black (r.) und Käpt’n Renate. Foto: Foto: karkossa-schwarz
 

Aber so schnell gab das Stadtoberhaupt nicht auf. Als der Zug an der Hafenspitze stoppte und Käpt’n Black sich und seine Mannen feierte, sprang der Bürgermeister vom Karren und schlug mit dem Schrei „Du Verräter“ auf Klaus Kaschke ein. Ein harter, aber kurzer Kampf folgte. Vergeblich – seit Freitag sitzt er in der Kiste gefangen und harrt seinem Schicksal. Währenddessen feiern die Piraten für alle hörbar ihren Sieg – wären da nicht die Kapitänstöchter, die sich nicht länger mit einer Nebenrolle begnügen wollen. Heute geht’s weiter im Piratendorf und in der Stadt, wo die Piraten auf Beutezug in den Geschäften unterwegs sind.

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erstellt am 06.Aug.2016 | 06:32 Uhr

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