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Eckernförder Zeitung

07. Dezember 2016 | 11:47 Uhr

Mitreissende Session : Leidenschaft für Musik und Instrument

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ein Konzert im Spieker mit Peggy Sunday, Kurt Buschmann und Wolfgang Zabba Lindner begeisterte am Mittwoch das Publikum. Der Saxofonist und der Schlagzeuger gehören zu den Großen in der Szene.

Eckernförde | Mitreißend, leidenschaftlich, laut und leise – das Konzert am Mittwochabend im Spieker war eines der Extra-Klasse. Da waren auf der kleinen Bühne zwei gestandene Musiker im Alter von 60 und 66 Jahren – andere genießen da schon lange ihren Ruhestand –, die trotz ihrer Professionalität eine Leidenschaft für die Musik ausstrahlten, der man sich nicht entziehen konnte. Zu Gast waren Kurt Buschmann (60) und Wolfgang Zabba Linder (66). Beide waren durch Peggy Sunday, Sängerin der Band „Soltoros“, die über die Hamburger Musikszene Kontakt zu beiden hat, in den Spieker gekommen.

Peggy gab die Stücke vor, großartig geprobt hatten die drei nicht. Zum Glück, denn den Zuschauern im überfüllten Laden – viele hörten draußen vor dem Gebäude zu – wurde eine Session geboten, die einfach nur Spaß machte. Kurt Buschmann entlockte sowohl seinem Sopran- als auch seinem Tenorsaxophon harmonische, fordernde, zarte, laute oder leise Töne, die dem Zuhörer unter die Haut gingen und ihn selbst teilweise in die Knie zwangen. Seine Hingabe und Liebe für das Instrument zu sehen war ein großartiges Erlebnis. Auch die Sängerin Peggy war mehr als angetan: „Wer so eine Musik hört, braucht keinen Sex mehr.“ Das Publikum hielt es fast nicht mehr auf den Sitzen (zum Tanzen war einfach kein Platz vorhanden) bei den Percussion-Soli von Wolfgang Zabba Lindner. Sie gingen in die Hände und in die Füße und verursachten ein Vibrieren im Magen. Seit über 40 Jahren trommelt er und hat unter anderem mit Jack Bruce von „Cream“, Ritchie Blackmore von „Deep Purple“ oder Udo Lindenberg gespielt. Buschmann und Lindner bilden seit 2015 das Duo „The Two“. Die „Melodien der Hamburger Sinfonie“ stammen zum Beispiel aus ihrer beiden Feder. Peggys Stimme, das Saxophon, die Drums – alles passte wunderbar. Die 47-Jährige sang unter anderem Stücke von Tracy Chapmann und von „Silly“. Das Publikum sang noch inbrünstig „Ist es vorüber, vorüber, vorüber, oder ist es vorbei“, als das Konzert schon längst beendet war. Als nach über zwei Stunden das letzte Stück gespielt wurde, wechselte Buschmann spontan vom Saxophon ans Klavier, Jochen Müller hinten im Tresenbereich zückte seine Mundharmonika – das Glück des Publikums war an diesem Abend perfekt.

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erstellt am 05.Aug.2016 | 06:58 Uhr

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