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Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 03:31 Uhr

Wissen : Lange Nacht der Mathematik: Knifflige Aufgaben bis Mitternacht

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Viele Schüler beteiligen sich an der langen Nacht der Mathematik an der Peter-Ustinov- und der Jungmann-Schule

Eckernförde | Konzentriert sitzt eine Gruppe von sechs Schülern über Matheaufgaben gebeugt. Es wird überlegt, diskutiert und es werden mögliche Lösungswege notiert. Ein ganz normaler Schultag, könnte man denken. Doch die Uhr über ihren Köpfen steht auf 22 Uhr. Die Schüler drücken nicht die Schulbank, sondern sind Teilnehmer eines Wettkampfes der besonderen Art, der „langen Nacht der Mathematik.“

Die sogenannte „Mathenacht“ ist ein Mathematik-Wettbewerb mit über 300 teilnehmenden Schulen aus ganz Schleswig-Holstein. Auch die Peter-Ustinov- und Jungmann-Schule waren zum wiederholten Mal mit dabei. Die Mathenacht besteht aus drei Runden à zehn Einzelaufgaben. Die Schulen können in fünf verschiedenen Klassenstufen starten. Sobald eine bestimmte Zahl der zehn Aufgaben richtig gelöst wird, zieht das Team in die nächste Runde ein. Die Anmeldung erfolgt online über die Website der Veranstalter aus Neumünster. Fertig angemeldet, konnten ab 18 Uhr die ersten Aufgaben heruntergeladen, bearbeitet und online eingereicht werden. In kleinen Gruppen wurde fieberhaft, teilweise bis Mitternacht, an der Lösung der Aufgaben gearbeitet.

An der Peter-Ustinov-Schule ist die Mathenacht schon Tradition. In diesem Jahr machten sich 40 Teilnehmer, 40 Helfer aus der Oberstufe und zehn Lehrer daran, die sehr unterschiedlichen Aufgaben zu lösen. Mithilfe eines Beamers wurden die aktuellsten Ergebnisse an die Wand der großen Pausenhalle geworfen. In den umliegenden Klassenräumen wurde konzentriert gerechnet und sich in kleinen Verschnaufpausen am Buffet gestärkt. „Wir wollen mit der Teilnahme an der Mathenacht vor allem den Mathematik-begeisterten Schülern eine besondere Bühne geben.“, berichtet Ronny Schneider. Für den Mathe-Lehrer war es bereits die 10. Mathenacht.

Zwei dieser Mathematik-begeisterten Schüler waren Jan Fehse (15) und Peer-Hendrik Kähler (16) aus Eckernförde. Auch für sie war es nicht das erste Mal. Für sie stand der Spaß an der Mathematik im Vordergrund. Auch das Lösen von schwereren Aufgaben schreckte sie nicht ab. „Allerdings sind einige Aufgaben sehr kompliziert formuliert, das nervt!“ , erzählt Peer-Hendrik. Trotzdem ließen sie sich nicht entmutigen. Ihr Ziel war es, wie im Vorjahr, mindestens die zweite der insgesamt drei Runden zu erreichen. Ihre nächsten Konkurrenten waren nur wenige Meter von ihnen entfernt, denn auch die Jungmann-Schule war mit über 50 Rechnenmeistern vertreten. Hier wurden die Teilnehmer auch von einigen engagierten Eltern unterstützt.

Nach der letzten möglichen Lösungseingabe um 8 Uhr am nächsten Morgen, stand das Ergebnis fest: die Peter-Ustinov-Schule und die Jungmann-Schule schafften es mit Teams des 5./6. Jahrgangs bis in Runde zwei. Die Jungmann-Schule erreichte darüber hinaus auch mit mehreren Teams des 10. und 11. Jahrgangs die zweite Runde.

Die Lange Nacht der Mathematik beweist, dass Mathematik nicht nur ein ungeliebtes Schulfach, sondern auch auch eine spannende Wettkampfdisziplin sein kann.

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erstellt am 22.Nov.2016 | 06:10 Uhr

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