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Eckernförder Zeitung

23. März 2017 | 11:33 Uhr

Jubiläumsball : Landjugend feiert „1000 und eine Nacht“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Landjugend Schwansen in Karby feiert unter orientalischem Motto ihren Jubiläumsball.

Karby | Bereits zum 10. Mal luden die beiden ersten Vorsitzenden der Landjugend Schwansen, Johanna Wieck und Christian Schneider, am vergangenen Sonnabend zum alljährlichen Ball der Vereinigung ein. Stimmungsvoll in Rot und Weiß gehalten und mit orientalischen Laternen illuminiert – gemäß dem Ballmotto „1000 und eine Nacht“ – empfing der Festsaal im Gasthaus Nüser die zahlreichen herausgeputzten, vornehmlich jugendlichen Ballgäste. Entsprechend erwartungsvoll blickten die Organisatoren auf den Besucherandrang. „Vor zwei Jahren konnte wir einen Publikumsdurchlauf von etwa 600 Personen auf unserem Ball resümieren“, berichtete ein gut gelaunter Vorsitzender Christian Schneider, der auf ein ähnlich hohes Besucheraufkommen hoffte. „Wir als Vorsitzende stecken so viel Arbeit und persönliches Engagement in die Organisation dieses Saisonhöhepunktes hinein, dass es uns natürlich sehr freut, wenn viele Tanzfreudige heute Abend den Weg zu uns finden.“

Um das Publikum auf das Ballgeschehen passend einzustimmen, ließ die Landjugend Schwansen den Abend durch ihre eigene, niederdeutsche Theatergruppe eröffnen. Unter der Ägide der jungen Vorsitzenden Wieck war die Wahl des sich immer wieder in seiner Besetzung neu organisierenden Ensembles auf den beliebten und häufig inszenierten niederdeutschen Schwank „De rode Rock“ aus der Feder von Josef Bruns gefallen. Seit knapp zwei Monaten hatte das junge Ensemble wöchentlich zweimal geprobt, um das vor launigen Witzen und humorigen Seitenhieben nur so strotzende Lustspiel auf die Bühne zu bringen. Gemeinsam hatte es neben dem Schauspiel auch für die Kostümierung und das Bühnenbild gesorgt. Das Publikum war begeistert. Groß sei das Interesse an der kurzweiligen Komödie gewesen, so Vorsitzende Wieck. Schon für die Generalprobe, zu der Schneider und Wieck öffentlich eingeladen hatten, hatte die Landjugend 120 Karten verkauft.

Der plattdeutsche Einakter handelt von zwei aus dem Gefängnis ausgebrochenen Ganoven, die auf der Suche nach ziviler Kleidung auf eine mit „Weiberklamotten“ gefüllte Truhe stoßen und sich einen roten Rock aneignen, ohne zu wissen, dass in diesem Geldscheine im Gesamtwert von 100  000 Mark eingenäht wurden. Das Geld stammt von einem alten Bauern, der seiner Bank nicht traut. Zwei eingeweihte, nicht eben zimperliche Schwestern setzen alles ihnen Mögliche in Bewegung, in den Besitz des Rockes mit dem Geld zu kommen.

Insbesondere Hauke Sievers schauspielerisch Leistung in der Rolle des dusselig-schlitzohrigen Ganoven Max überzeugte das Publikum, wie auch das Spiel von Kira Jürgensen und Kerstin Greggersen in der Rolle der zwei geldgierigen Schwestern Franzi und Sonia. Sie lieferten sich auf der Bühne in bester komödiantischer Manier einen herrlichen „Weiberstreit“.

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