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Eckernförder Zeitung

26. Juli 2016 | 04:32 Uhr

LaLeLu : LaLeLu : Gesang und Comedy – frech und fröhlich

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

20 Jahre LaLeLu Jubiläumsprogramm in der restlos ausverkauften Stadthalle

Eckernförde | A – Cappella -Gesang und Comedy, geht das zusammen? Und wie das geht – das geht schon seit 20 Jahren und wie gut, das zeigte der Freitagabend. Da war die Eckernförder Stadthalle mit 520 Plätzen restlos ausverkauft. „LaLeLu“ – die Spaßmatadoren hatten alles herbei gelockt von jung bis alt, alle zusammengetrommelt, die Spaß mit sinniger und sinnlicher Heiterkeit verbinden. Alle wollten das Jubiläumskonzert der vier Spaßraketen mitfeiern und bei ihrer Tournee zum 20. Geburtstag dabei sein. Also waren die Erwartungen im Saal und die Stimmung allerbest.

Zu Beginn des Abends zeigte sich LaLeLu noch edel: Frank Valet, Tobias Hanf, Jan Melzer im Smoking, und die roten Socken und roten Hosenträger lenkten davon kaum ab. Im Gegenteil, das passte gut zum knallengen Outfit der langhaarigen „Lady in Red“. Sanna Nyman komplettierte die fröhliche Truppe.

Gut aussehen ist eins, sehr gut singen das nächste, und da konnte man nur staunen: Sie haben’s drauf, die unverwechselbaren Vier. Je nach Anlass konnte man ihre großartigen Stimmen mal opernreif dramatisch, volkstümlich schlagerschräg oder sogar quäksig im Micky-Mouse-Timbre hören. Es machte ihnen selber richtig Spaß, hier alle Register zu ziehen, gekonnte Imitationen von Instrumenten inklusive.

Ein wenig in die 20-jährige Historie der Vierer-Formation gesehen, gab es Rückblicke auf Lieder, Schlager, Anekdoten – aber nie zu viel: „LaLeLu“ aus einem Heinz-Rühmann-Schlaflied, verstärker-freier Gesang als akkustische Kostprobe aus Anfangszeiten, Wechsel unter den Mitgliedern.

War das abgedient, ging’s erst richtig zur Sache. Ein angeblich verschollener Schlagersänger namens Florian Klüver sollte wiederbelebt werden, sich durch den Beifall der Gäste neuen Mut holen. Die vergnügten Besucher im Saal bewarfen ihn dann auch voll motivierender „Hilfsbereitschaft“ mit (vorher verteilten) Stoffblumen, BHs und weiblichem Unterhöschen. Gehörte das noch in die anzügliche Ecke des Themas „Was lässt sich mit Mikros und den Griffen von Rollkoffern alles anstellen?“, so hatten andere auch viel Spaß an Persiflagen und atemberaubenden Imitationen.

Maffays „Und es war Sommer“, mit Leben gefüllt, auf Sächsisch interpretiert und von einem Sprachwissenschaftler höchst erregt erörtert, das war schon stark. Der Auftritt von Mandy, der spanischen Köchin, von Elvis, von Heino und Udo Lindenberg folgten – einfach gekonnt. Wenn dann noch Frank Valet ohne Punkt und Komma die Stimmen, Redeweisen und Bewegungsmacken von unzähligen Politikern und anderen Prominenten imitierte, bog sich alles vor Lachen. „Flieg, Grünkernbratling, flieg“ – frei nach Eichendorff und Brahms – tat ein Übriges.

Und das Leise? Still und andächtig hörte man zu, als LaLeLu zum Schluss Afrikanisches sang – ohne Verstärker – in wunderbarer vielstimmiger Harmonie. So verließen sie leise die Bühne. Und dann? Hemmungslos begeistertes Jubeln im Saal.


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erstellt am 14.Mär.2016 | 01:20 Uhr

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