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Eckernförder Zeitung

09. Dezember 2016 | 03:06 Uhr

Kunst- und Handwerk : Kunstvolles nur von Frauen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

25 Ausstellerinnen im König Ludwig / Besucher staunen über Kreativität und Geschicklichkeit bei „Frauen stellen aus“.

Bünsdorf | Das Landgasthaus König Ludwig war am vergangenen Wochenende das Zentrum für Kunsthandwerker in der Region. Unter dem Motto „Frauen stellen aus“ waren 25 Damen angereist und präsentieren ihre selbstgemachten Waren aller Art dem Publikum. „Wir haben jedes Mal knapp 50 Bewerberinnen. Aber den Platz für so viele haben wir leider nicht“, sagte Janette Hennes-Remmien vom Organisationsteam.

Den Besuchern bot sich ein Querschnitt an Kunsthandwerk und Handarbeit. Von regenfesten Handtaschen aus Wachsstoff bis zu Glasarbeiten war alles zu sehen und natürlich auch zu erwerben. Die Liebe zum Detail war überall deutlich zu spüren und auch die Gäste blieben oft lange an den Ständen stehen, da eine Kleinigkeit ihre Aufmerksamkeit erregt hatte. Auch Anne Rohde aus Westerrönfeld war begeistert von dem großen Angebot auf dem Markt. „Im Vergleich zu den großen Märkten ist es hier einfach netter und persönlicher“, sagte sie.

Die Ausstellerinnen freuten sich über das große Interesse der Besucher. Irma Ritter hatte Porzellan bearbeitet und durch die Technik der Aufglasur verschiedene Motive auf ehemals schlichte weiße Teller und Tassen gebracht. Im Herbst sind vor allem die Blumenmotive ein Hingucker, meinte sie. Wer jedoch lieber etwas zum Kuscheln wollte, war am Stand von Ute Kirschmann richtig. Die Wollgestalterin hatte Stofftiere hergestellt und künstlerisch an ihrem Stand drapiert. Hier fand auch Justus (7) etwas. Ein kleines rundes Monster fiel ihm ins Auge und wechselte kurzerhand den Besitzer.

Marja Jürgens wurde von ihrer Schwiegertochter zum Kunsthandwerkermarkt mitgenommen. „Das war eine tolle Idee von ihr“, freute sich die Cuxhavenerin. Mit Ausstellerin Dörte Tönjes unterhielt sie sich lange über die Tiffany-Gläser. Aus altem Glasmüll hatte Tönjes etwas Neues geschaffen. Teelichter und Windspiele waren die Hauptarbeiten. Das ist wohl einer der Punkte, die den Markt ausmachen. Im Zentrum steht nicht, dass etwas verkauft werden muss. Man möchte zeigen, was man alles mit den eigenen Händen schaffen kann. Die angeregten Gespräche an den Ständen freuten die Ausstellerinnen genauso sehr wie ein Verkauf. „Am Ende findet man hier aber immer etwas“, sagte Besucherin Britta Koll. Viele der Gäste kommen seit Jahren zu dem Markt und werden auch in Zukunft dem Konzept treu bleiben.

Vor 37 Jahren wurde der erste Markt veranstaltet, damals noch im Kieler Umland. Mit dem neuen Organisationsteam änderte sich einiges. Vor allem, dass der Markt nun zweimal im Jahr öffnet, ist für alle etwas Neues. „Damit haben wir vor drei Jahren angefangen. Einer ist im Herbst und einer zu Ostern“, erklärte Hennes-Remmien. Auch, dass der Markt seit einigen Jahren immer im König Ludwig stattfindet, sei neu. Früher wanderte der Markt durch die Region. Nach dem „Shopping-Marathon“ gab es für viele noch eine Tasse Kaffee, bei der über die Eindrücke geschnackt wurde.


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erstellt am 31.Okt.2016 | 06:00 Uhr

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