zur Navigation springen

Eckernförder Zeitung

05. Dezember 2016 | 11:40 Uhr

Kunststoff-Spundwand soll Schleiufer in Missunde sichern

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Solide Finanzen in Kosel. Ausschuss empfiehlt Nachtrag 2016 und Haushalt 2017.

Kosel | Das Schleiufer in Missunde wird nun doch mit einer neuen Spundwand gesichert. Sie soll vor die bestehende Uferbefestigung aus Holz gesetzt werden. Die Idee der Koseler Ausschüsse, den rund 30 Meter langen Abschnitt mit einem Geotextil und einer Steinpackung zu befestigen, hätte keine Chance auf Genehmigung der zuständigen Behörden gehabt, wie sowohl Bürgermeister Hartmut Keinberger (CDU) als auch Karl Walther (Grüne) bei der Sitzung des Finanzausschusses berichteten. Dafür hätte die Gemeinde auch rund 37  000 Euro ausgegeben, doch das sei nicht gewünscht, stellten die beiden fest. Nun wurde einstimmig der Einbau einer neuen Kunststoff-Spundwand empfohlen. Dies kann ohne weitere Genehmigung erfolgen, da es sich um einen Bestandsersatz handelt. Hier wird mit 10  000 Euro Kosten gerechnet, Anlieger des Ufers hatten bereits eine finanzielle Beteiligung zusätzlich angeboten.

Vom Erwerb von Anteilen an der Schleswig-Holstein Netz AG rät der Finanzausschuss ab. Der Ausschuss unter Leitung von Margrit Riemer empfahl einstimmig, nicht von dem Angebot Gebrauch zu machen. Die Gemeinde kann maximal 266 Anteile zu je 4695 Euro erwerben. Die Papiere, die nicht an der Börse notiert sind, müssen vier Jahre gehalten werden. Dann besteht ein Sonderkündigungsrecht. Je Aktie wird eine garantierte Dividende von 152 Euro gezahlt. Je Aktien müssen Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag gezahlt werden, es verbleibt eine Dividende von 128 Euro je Anteil. Bürgermeister Hartmut Keinberger hatte ausgerechnet, dass die Gemeinde Kosel zumindest vier Jahre lang jährlich rund 31  000 Euro an Zinseinnahmen hätte verbuchen können. Der Ausschuss befand die Investition in Aktien, noch dazu auf Kredit, für nicht machbar.

Für die Ortsentwässerung Kosel fand eine Neukalkulation der Gebühren statt. Diese ergab, dass die Gebühr von bisher 1,79 auf 2,25 Euro je Kubikmeter steigt. Gleichzeitig kommt es bei den Grundgebühren zu einer leichten Senkung. Danach kostet ein Zähler mit Durchfluss 2,5 statt bisher 15 Euro nun 14 Euro, ein Zähler Durchfluss 6,0 statt 30 Euro nun 28 Euro und jeder Zähler mit einem höheren Durchfluss statt 45 Euro nun 43 Euro. Die Neukalkulation ist alle paar Jahre notwendig, erläuterte Christian Levien vom Amt Schlei-Ostsee. Der Ausschuss empfahl die Anpassung einstimmig.

Der erste Nachtrag 2016 weist für Kosel eine insgesamt positive Bilanz aus. So konnten rund 90  000 Euro mehr Gewerbesteuer (jetzt 160  000 Euro) und rund 27  000 Euro mehr Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer (jetzt 157  000 Euro) erwirtschaftet werden. Um 15  000 Euro höher fielen auch die Einnahmen der Konzessionsabgabe Strom (jetzt 38  000 Euro) aus. Unter dem Strich erwirtschafte der Verwaltungshaushalt einen Überschuss von 281  000


Kosel erwirtschaftet 2016 281  000 Euro Überschuss


Euro, der damit um 59  000 Euro höher ausfällt als geplant. Der Verwaltungshaushalt weist in Einnahmen und Ausgaben nun 1,949 Millionen Euro (plus 120  000 Euro) auf.

Der Vermögenshaushalt ist vor allem gekennzeichnet durch die Erschließung und Vermarktung des neuen Baugebietes. Dadurch konnten 206  000 Euro als Einnahme verbucht werden. Dem gegenüber stehen Ausgaben von 475  000 Euro für den Bau der barrierearmen Wohnanlage. Mit 37  000 Euro steht der Kauf eines Kommunalfahrzeuges, mit 12  000 Euro zusätzlich der Anbau eines Holzschuppens ans Feuerwehrgerätehaus sowie die Umrüstung der Feuerwehrfahrzeuge mit Digitalfunk für 17  000 Euro. Außerdem nahm der Ausschuss noch die Deckenarbeiten in Eschelsmark auf, die mit rund 30  000 Euro im Haushalt vermerkt sind. Der Vermögenshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben nun 88  000 Euro höher bei 783  000 Euro. Der allgemeinen Rücklage werden 128  000 Euro entnommen, sie sinkt voraussichtlich auf 180  000 Euro zum Jahresende 2016. Zugleich wird auf die Aufnahme eines Kredits über 250  000 Euro verzichtet. Der Ausschuss empfahl das Zahlenwerk einstimmig.

Der Verwaltungshaushalt für das Jahr 2017 weist in Einnahmen und Ausgaben 1,922 Millionen Euro auf. Es wird ein Überschuss von rund 160  000 Euro erwirtschaftet. Der Vermögenshaushalt sieht ein Volumen in Einnahmen und Ausgaben von 360  000 Euro vor. Der allgemeinen Rücklage werden 142  000 Euro zugeführt, sie steigt voraussichtlich auf 352  000 Euro zum Jahresende 2017. Auch dieser Haushalt wurde einstimmig empfohlen.

Mit Mehrheit empfahl der Ausschuss den Kauf eines I-Pads für den mobilen Einsatz des Bürgermeisters. Kosten: 700 Euro und monatlich 20 bis 30 Euro.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 16.Nov.2016 | 06:05 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen