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Eckernförder Zeitung

11. Dezember 2016 | 05:22 Uhr

Bald bezugsfertig : Krippenanbau löst Raumnot

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Acht Monate nach dem Mitgliederbeschluss steht der Anbau in Holtsee vor der Fertigstellung

In wenigen Wochen soll gefeiert werden. Einige Arbeiten stehen noch an, doch in diesem Jahr sollen die Kinder in dem neuen Anbau des Holtseer Kindergartens betreut werden. Geplant hatte die Elterninitiative allerdings, dass bereits im Oktober die Räume bezogen werden können, „Letztlich sind aber alle froh, dass in der Gemeinde weitere Kindergartenplätze geschaffen wurden“, sagt Leiter Marco Lemke über die Geduld der Familien.

Im März hatten die Mitglieder der Elterninitiative den Anbau beschlossen. Mehrere Anmeldungen von Kindern im Krippenalter lagen der Einrichtung vor. Hätte man nicht reagiert und die Kinder wären in anderen Kindergärten der Region betreut worden, müsste die Gemeinde Holtsee hohe Ausgleichszahlungen leisten. So wurde beschlossen, einen zusätzlichen, 53 Quadratmeter großen Gruppenraum für Kinder unter drei Jahre zu schaffen. Außerdem den für diese Altersgruppe erforderlichen Schlafraum, ein Besprechungszimmer, Lagerraum und Toiletten. Die Räume sind mit dem Bestandsgebäude verbunden und auch über einen separaten Eingang zu erreichen. Dadurch wäre auch eine andere Nutzung denkbar.

Ende Mai erteilte der Kreis die Baugenehmigung, am 20. Juli rollten dann die ersten Baumaschinen auf dem Gelände.

Trotz des Bauvorhabens mussten die Kinder nicht erst auf die Fertigstellung warten, sondern wurden in Absprache mit der Genehmigungsbehörde des Kreises vorzeitig zum 1. September aufgenommen. Dafür wurde der Flurbereich des Kindergartens zu einem provisorischen Gruppenraum umgestaltet. „Acht U3-Kinder haben wir jetzt aufgenommen, im Dezember kommt ein weiteres Kind, im Februar das zehnte“, so Lemke. Bisher werden die U3-Kinder in einer altersgemischten Gruppe betreut. Mit dem Neubau gibt es dann neben der altersgemischten, der Regel- und der Waldgruppe noch eine Krippengruppe. Für die U3- und Ü3-Kinder wird es getrennte Spielplätze mit entsprechenden Geräten geben. Die Außenarbeiten werden aber in diesem Jahr nicht mehr fertig werden. „Das soll überwiegend in Eigenleistung von uns erfolgen“, betont Dr. Steffen Rietz, Vorsitzender der Elterninitiative.

Personell wird infolge des Neubaus von derzeit acht auf elf Personen aufgestockt. Hinzu kommen noch zwei Vertretungskräfte. Eine Erzieherin kommt aus der Elternzeit wieder, eine weitere und ein männlicher Kollege wurden zusätzlich eingestellt. „Wir sind damit qualitativ sehr gut aufgestellt“, erklärt Rietz, das sei dem Verein immer wichtig gewesen.

Die Gesamtkosten betragen rund 280  000 Euro. Die Kindergarteninitative wird von der Gemeinde ein Darlehen über 110  000 Euro erhalten. Zudem wird den Bau über einen internen Kredit von 50  000 Euro aus der Rücklage finanziert. Außerdem bezuschusst der Kreis Rendsburg-Eckernförde jeden geschaffenen Krippenplatz mit 15  000 Euro, insgesamt als 150  000 Euro. Und da ist noch die Spende des Windkraftbetreibers Denker & Wulf. Das Unternehmen hatte der Einrichtung bereits 2013 zugesichert, in den nächsten zehn Jahren pro Jahr 30  000 Euro zu überweisen. Daraus erhält der Kindergarten schon jetzt 120  000 Euro. Das ermöglicht es, die laufenden Kosten des Kindergartenbetriebes gering zu halten. 

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erstellt am 25.Nov.2016 | 06:15 Uhr

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